Unfall in Leverkusener Chemiewerk: Schwefelsäure ausgetreten!

Leverkusen - Ein gefährlicher Betriebsunfall hat sich am Freitag im Chempark Leverkusen ereignet. Hochkonzentrierte und giftige Schwefelsäure trat aus. Die Werkfeuerwehr und die Leverkusener Feuerwehr rückten an.

Die Feuerwehr sprühte einen Wasserschleier in die Luft, da die Schwefelsäure mit der Luftfeuchtigkeit reagiert.
Die Feuerwehr sprühte einen Wasserschleier in die Luft, da die Schwefelsäure mit der Luftfeuchtigkeit reagiert.  © Patrick Schüller

Wie der Chempark-Betreiber Currenta am Freitagnachmittag mitteilte, war die hochkonzentrierte Schwefelsäure gegen 13.30 Uhr bei einer Firma im Nordwestteil des Chemieparks ausgetreten. Die Ursache war zunächst unklar.

Die Werkfeuerwehr und die Kameraden der Leverkusener Feuerwehr setzten Wasserschleier ein, um die austretende Säure zu binden.

Am Nachmittag konnte das Leck abgedichtet werden und die austretende Chemikalie gestoppt werden.

Die auch "rauchende Schwefelsäure" genannte Chemikalie reagiert mit der Luftfeuchtigkeit und bildet dabei laut Currenta einen dichten, weißen Nebel.

Der Stoff wird in der chemischen Industrie unter anderem in der Pigment-Produktion eingesetzt.

Anwohner wurden über die Warn-APP Nina über den Betriebsunfall vorsorglich informiert. Es habe laut Betreiber aber keine Gesundheitsgefahr bestanden und es seien keine erhöhten Konzentrationen gefährlicher Stoffe in der Luft gemessen worden.

Im Chempark arbeiten rund 30.000 Menschen

Der Chempark Leverkusen zählt nach Betreiberangaben mit rund 30.000 Beschäftigten zu den großen Chemiestandorten weltweit.

Mehr als 5.000 Chemikalien werden hier auf einer Fläche von 480 Hektar hergestellt.

Die Feuerwehr Leverkusen und die Werkfeuerwehr im Chempark waren im Einsatz.
Die Feuerwehr Leverkusen und die Werkfeuerwehr im Chempark waren im Einsatz.  © Patrick Schüller
Die Kameraden mit ihren speziellen Geräten der Werkfeuerwehr mussten zum Einsatz.
Die Kameraden mit ihren speziellen Geräten der Werkfeuerwehr mussten zum Einsatz.  © Patrick Schüller

Titelfoto: Patrick Schüller

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