Laster kippt um! Zwei Kälber getötet

Zwei verletzte Kälber neben dem Transporter.
Zwei verletzte Kälber neben dem Transporter.

Von Bernd Rippert

Hohenstein-Ernstthal – Ein schrecklicher Unfall passierte am Mittwochmittag auf der Autobahn 4. Ein Transporter mit etwa 20 Kälbern kippte um. Zwei Tiere wurden getötet, andere irren teilweise hilflos über die gesperrte Straße. Eventuell muss die Polizei jetzt einige Kälber erschießen.

Der MAN-Tiertransporter war auf dem Weg von Erfurt nach Chemnitz. Kurz vor der Abfahrt Hohenstein-Ernstthal kippte der Laster aus bisher noch unbekannten Gründen um, rammte noch einen Volkswagen und blieb auf der Seite liegen.

Als die Polizei eintraf und die A4 in beiden Richtungen sperrte, erfüllte klagendes Kälbergebrüll die Unfallstelle. Die Beamten alarmierten einen Tierarzt und öffneten den Laster. Ihnen bot sich ein grauenhaftes Bild. Die Kälber lagen kreuz und quer im Fahrzeug. Zwei Tiere waren eingeklemmt.

Die Beamten brachten einige Tiere ins Freie. Polizeisprecher Steffen Wolf (36): „Eine schwierige Lage. Wir müssen auch an das Tierwohl und an die Verkehrssicherheit denken. Wenn der Tierarzt nicht gleich eintrifft, könnte es sein, dass die Beamten vor Ort einige verletzte Kälber von ihren Leiden erlösen müssen.“

Inzwischen traf der Tierarzt ein und musste die beiden verletzten Kälber mit einem Bolzenschussgerät noch auf der Autobahn töten.

Zwei Insassen der betroffenen Fahrzeuge wurden ebenfalls verletzt. Die A4 bleibt vorläufig voll gesperrt, es bilden sich bereits größere Rückstaus Richtung Chemnitz und Zwickau.

Eines der verletzten Kälber steht hilflos am Straßenrand.
Eines der verletzten Kälber steht hilflos am Straßenrand.
Das völlig demolierte Auto.
Das völlig demolierte Auto.
Der umgekippte Transporter.
Der umgekippte Transporter.

Fotos: Andreas Kretschel


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