Mehr Autos in Bayern: Gibt es deshalb auch mehr Unfälle und mehr Tote?

München - Wie in den vergangenen Jahren dürfte der unheilvolle Zusammenhang von mehr Autos und damit mehr Unfällen auch in der aktuellen Verkehrsunfallstatistik des Freistaats Bestätigung finden.

Am Freitag wird die bayerischen Unfallstatistik in München vorgestellt. (Symbolbild)
Am Freitag wird die bayerischen Unfallstatistik in München vorgestellt. (Symbolbild)  © DPA

Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) will den Bericht für das Jahr 2018 am Freitagmorgen vorstellen. Dabei will er insbesondere auf die wichtigsten Unfallursachen und besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer eingehen.

Wie die Einwohnerzahl steigt auch der Bestand an Kraftfahrzeugen in Bayern seit Jahren stetig an. Alleine von 2011 bis 2017 verzeichneten die Statistiker ein Plus von 11,4 Prozent auf 9,8 Millionen.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch bei der Unfallzahl mit 350.715 Verkehrsunfällen im Jahr 2011 und 404.951 in 2017 (+ 15,5 Prozent).

Nachdem die Zahl der Verkehrstoten 2017 mit 608 den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 60 Jahren erreicht hatte, stellt sich die Frage, ob zumindest der positive Trend Bestand hat.

Update: Aktuelle Zahlen zeigen mehr Unfälle etwas mehr Verkehrstote in Bayern

Mehr Einwohner, mehr Autos, mehr Unfälle: Die Zahlen stehen in unheilvollem Zusammenhang. (Symbolbild)
Mehr Einwohner, mehr Autos, mehr Unfälle: Die Zahlen stehen in unheilvollem Zusammenhang. (Symbolbild)  © DPA

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Bayern ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen - und auch die Zahl der tödlichen Unfälle: 618 Menschen kamen 2018 auf bayerischen Straßen ums Leben, das waren zehn mehr als im Jahr zuvor.

Das Niveau sei zwar seit Jahren stabil, es sei aber auch nicht gelungen, diese Zahlen weiter zu senken, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Vorstellung der neuen Verkehrsunfallstatistik am Freitag in München.

Die Polizei registrierte 410.252 Verkehrsunfälle, das waren 1,3 Prozent mehr als 2017. Eine logische Ursache ist, dass die Zahl der Einwohner und der Fahrzeuge seit Jahren kontinuierlich steigt.

Herrmann begründete die weiteren Steigerungen aber auch mit dem insgesamt sehr guten Wetter im vergangenen Jahr. Die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle sei nach wie vor zu hohe Geschwindigkeit.

Titelfoto: DPA


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