Richter angefahren: War es nur ein Unfall? Fahrer sitzt in Psychiatrie

An der Rohrteichstraße wurden die beiden Richter angefahren.
An der Rohrteichstraße wurden die beiden Richter angefahren.

Bielefeld - Bisher konnte der grauenvolle Unfall von Freitag, bei dem zwei Richter aus Bielefeld schwer verletzt wurden, noch nicht aufgeklärt werden (TAG24 berichtete). Die Verkehrspolizei ermittelt weiter, auch ob es ein Vorsatz für den Unfall gab.

Der Fahrer war psychisch auffällig geworden und inzwischen in eine Psychiatrie eingewiesen worden, so Staatsanwalt Christoph Mackel gegenüber der Neuen Westfälischen.

Außerdem ergaben die bisherigen Ermittlungen, dass einen Vorsatz aktuell nicht beweisbar sei. "Der Verursacher bestreitet einen Vorsatz", sagte der Staatsanwalt. Er sagte zudem aus, dass er die Richter nicht gesehen habe, weil er zu schnell abgebogen sei.

Unter Schock sei er dann abgehauen. Die Polizei hat den Flüchtigen kurz darauf am Kesselbrink in seinem Ford Kleintransport stellen können.

Insgesamt gibt es zehn Zeugen, die den Unfall beobachten mussten. Es seien noch nicht alle Befragungen abgeschlossen, doch bereits jetzt stehe fest, dass der Fahrer mit quietschenden Reifen vom Niedernwall aus abgebogen war.

"Der war auf jeden Fall zu schnell", glaubt Mackel. Die Beamten ermitteln nach jetzigem Stand wegen fahrlässiger Körperverletzung und Unfallflucht.

"Auf den ersten Blick ist hier kein Vorsatz erkennbar", ergänzte Christoph Mackel. Allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass die Ermittlungen noch in eine andere Richtung gehen könnten.

Grund für eine ausgeweitete Ermittlung war ein Gerichtsbrief, der im Unfalltransporter lag. Jedoch handle es sich bei dem Brief, um keinen direkten Bezug zu den Richtern.


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