Mit Molotow-Cocktail und Motorsäge! Parkplatz-Streit eskaliert

Stade - Die Polizei in Stade (Niedersachsen) musste am frühen Montagnachmittag zu einer dramatischen Auseinandersetzung zwischen vier Männern anrücken.

Der Fahrer hatte einen brennenden Molotow-Cocktail geworfen. (Symbolbild)
Der Fahrer hatte einen brennenden Molotow-Cocktail geworfen. (Symbolbild)  © 123RF/kunertus

Gegen 14 Uhr hätten gleich mehrere Personen den Notruf gewählt.

Zunächst hatte es wohl einen Autounfall gegeben. Dabei war ein 47-jähriger Kia-Fahrer in Begleitung seines 16-jährigen Sohnes offenbar mutwillig auf einen vorausfahrenden Opel aufgefahren.

Auf einem Parkplatz hielten die Insassen an, der 47-Jährige aber fuhr ein weiteres Mal in das stehende Fahrzeug, heißt es im Bericht der Polizei.

Nachdem alle Personen ausgestiegen waren, eskalierte der Streit weiter. Es kam zu einer tätlichen Auseinandersetzung.

Dabei soll der Kia-Fahrer einen brennenden Molotow-Cocktail auf den 30-jährigen Opel-Fahrer geworfen haben. Dieser wurde leicht verletzt.

Während der Sohn mehrfach gegen den Opel trat, griff der Vater zu einer Motorsäge, setzte sie in Betrieb und ging auf den 33-jährigen Beifahrer zu. Den Angaben zufolge konnte sich dieser noch durch einen Sprung zur Seite vor einer Verletzung retten.

Beamte der Polizei konnten das aggressive Vater-Sohn-Gespann schließlich zu Boden bringen und festnehmen. Beide mussten sich einer Blutprobe unterziehen.

Zu den Hintergründen des Streits ist noch nichts bekannt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Erst Beamte der Polizei konnten den Streit beenden. (Symbolbild)
Erst Beamte der Polizei konnten den Streit beenden. (Symbolbild)  © DPA

Update, 27. August, 19.55 Uhr

Die beiden Tatverdächtigen und mehrere Zeugen wurden Dienstag von der Polizei vernommen. Nach neuesten Erkenntnissen haben der 47-Jährige und sein 16-jähriger Sohn das Auto ihrer späteren Opfer ab einem Gemüsemarkt verfolgt, wie die Polizei mitteilte.

Mehrfach fuhr der 47-Jährige dann mit dem Kia in den vorausfahrenden Opel. Im Bereich kurz hinter dem Kreisel in der Freiburger Straße flog dann der Molotow-Cocktail und die Akkukettensäge als Waffe eingesetzt.

Wobei es genau bei der Auseinandersetzung ging, konnte bisher noch nicht abschließend geklärt werden. Aber die vier Männer kannten sich bereits zuvor.

Am späten Nachmittag durchsuchten die Ermittler die Wohnung der Tatverdächtigen, die ebenfalls seit Anfang des Monats aus Dänemark nach Stade gezogen sind, um mögliche Beweismittel und weitere Hinweise aufzufinden.

Der 16-jährige Sohn wurde wegen fehlender Haftgründe aus dem Gewahrsam in die Obhut seiner Familie entlassen, gegen den 47-jährigen Hauptverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

Titelfoto: 123RF/kunertus

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