Hund lenkt Tesla-Fahrer ab: Autopilot versagt

Norwalk (USA) - Dass die Autopiloten in den Tesla-Autos technisch noch nicht so weit sind, wie sich viele Fahrer das wünschen, musste ein Fahrer jetzt auf die harte Tour lernen.

Am Tesla Modell 3 entstand großer Sachschaden.
Am Tesla Modell 3 entstand großer Sachschaden.  © Facebook/Connecticut State Police

Mitten auf der Autobahn 95 hinter der Abfahrt zur Stadt Norwalk im US-Bundesstaat Connecticut schaltete am gestrigen Samstagmorgen der Fahrer eines Tesla Modell 3 den Autopiloten des Elektroautos ein.

Er selbst konnte sich nämlich nicht auf das Fahren konzentrieren, da der Hund des Fahrers auf der Rückbank beschäftigt werden musste, teilte die Connecticut State Police mit.

Doch der Autopilot versagte: Das Fahrzeug fuhr geradewegs in eine bereits bestehende Unfallstelle!

Auf der linken Spur der Interstate 95 stand nämlich ein Fahrzeug, welches aus ungeklärter Ursache nicht mehr weiter fahren konnte. Zwei Streifenwagen der Connecticut State Police sicherten die Unfallstelle ab.

Während die Beamten auf einen Abschleppwagen warteten, setzen sie sogar große Leuchtzeichen ein, die die anderen Autofahrer aufforderten, auf die rechten Spuren auszuweichen.

Der Autopilot vom Tesla-Modell 3 erkannte dies jedoch nicht. Er fuhr in ein abbremsendes Fahrzeug, welches gerade die Spur wechseln wollte.

Danach krachte das "vollautomatische" Auto in das Heck des liegengebliebenen Wagens.

Polizei belehrt Tesla-Fahrer

Da die Polizei bereits zur Stelle war, konnte sie den Unfall sofort aufnehmen und untersuchen.

Der Fahrer schilderte dabei, dass er sich um seinen Hund kümmerte, der auf der Rückbank saß, ehe er durch das Fahrzeug geschleudert wurde.

Um eine sofortige Ermahnung kam der Tesla-Fahrer nicht herum: Zum jetzigen Zeitpunkt sind nämlich noch keine vollautomatischen Autos in den USA zugelassen. Man müsse immer selbst das Fahrzeug steuern. Bei den "Automatiken" handele es sich lediglich um Assistenz-Programme.

Der Mann wird sich noch wegen rücksichtslosen Fahrens und rücksichtsloser Gefährdung vor Gericht verantworten müssen. Verletzt wurde bei dem Crash niemand.

Die Polizei war bereits an der Unfallstelle, als es geschah (Symbolbild).
Die Polizei war bereits an der Unfallstelle, als es geschah (Symbolbild).  © 123RF/ontheraks

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