So viele Thüringer Feuerwehrleute sind im letzten Jahr verunglückt

Die meisten Unfälle passierten letztes Jahr bei Ausbildungsdiensten.
Die meisten Unfälle passierten letztes Jahr bei Ausbildungsdiensten.  © DPA/Symbolbild

Erfurt - Tagtäglich riskieren die Männer und Frauen von der Feuerwehr ihr Leben. Doch manchmal brauchen sie auch selber Hilfe.

Die Feuerwehrunfallkasse Mitte (Sachsen-Anhalt und Thüringen) stellte nun die aktuellen Zahlen verunglückter Feuerwehrleute vor.

Insgesamt 432 Unfälle registrierte die Unfallkasse im vergangenen Jahr bei Feuerwehrdiensten. Damit bleibt die Zahl annähernd auf Vorjahresniveau (2015: 435).
Wie aus dem Bericht hervorgeht, handelt es sich bei den meisten Verletzungen um leichte. "Jedoch wurden auch einige schwerwiegende Verletzungsfolgen registriert", teilte die Vertreterversammlung bei der Vorstellung des Jahresberichtes mit.

In Thüringen wurden die schweren Verletzungen zumeist durch Wegeunfälle vom bzw. zum Ausbildungsdienst. Dabei erlitten die Feuerwehrangehörigen unter anderem Frakturen im Bereich der Hüfte oder Verletzungen an der Wirbelsäule. Ursachen dafür waren zumeist Unachtsamkeit oder Glatteis.

Etwa ein Drittel der Unfälle würden sich dabei bei im Einsatzdienst ereignen. Aufgeschlüsselt sind das 90 Verletzte bei der Brandbekämpfung, 50 bei der Technischen Hilfeleistung und 18 bei der Abwehr sonstiger Gefahren. Die restlichen Unfälle würden bei Ausbildungsdiensten bzw. sonstigen Aktivitäten erfolgen.

Lars Oschmann, Vorsitzender des Vorstandes der Unfallkasse fand dazu klare Worte: "Hinter diesen Zahlen verbergen sich Schicksale von Menschen, die sich in einem besonderen Ehrenamt, mit einem hohen Risiko für ihre Gesundheit und ihr Leben für die Gesellschaft engagieren.

Die Feuerwehrunfallkasse Mitte setzt nun verstärkt auf Prävention um Unfällen vorzubeugen.

Titelfoto: DPA/Symbolbild


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