22-Jähriger schwer verletzt: Heftiger Unfall wegen Wildtier?

Kerpen - Am Donnerstag ist ein 22-Jähriger bei einem Autounfall schwer verletzt worden, weil er - wie er selbst angab - einem Wildtier ausgewichen war. An der Unfallstelle stieß die Polizei aber auf Ungereimtheiten.

Ein 22-Jähriger ist bei einem Autounfall am Donnerstag in Kerpen schwer verletzt worden. Nach eigenen Angaben wich er einem Wildtier aus, die Polizei fand jedoch keinerlei Spuren am Unfallort.
Ein 22-Jähriger ist bei einem Autounfall am Donnerstag in Kerpen schwer verletzt worden. Nach eigenen Angaben wich er einem Wildtier aus, die Polizei fand jedoch keinerlei Spuren am Unfallort.  © Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis

Wie die Beamten mitteilten, war der 22-jährige Bergheimer am Donnerstag gegen 22.15 Uhr auf einer regennassen Landstraße (L 163) in Kerpen unterwegs.

Der junge Mann gab an, plötzlich ein Reh oder ein anderes Wildtier auf der Fahrbahn bemerkt zu haben. 

Plötzlich verlor er zwischen der Sandstraße und der Fischbachstraße die Kontrolle über seinen Wagen und prallte frontal gegen eine Leitplanke. 

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Anschließend drehte sich sein Auto und blieb schließlich völlig demoliert stehen. 

Ein 45-jähriger Autofahrer hielt sofort an und half dem schwerverletzten Unfallfahrer, der dem Ersthelfer von dem überraschenden Wildwechsel berichtete.

Der 22-Jährige selbst konnte den Beamten, die anschließend vor Ort eintrafen, keine Angaben zum Unfallhergang machen. Mangels Spuren eines Tiers an der Unfallstelle konnte die Polizei den Wildwechsel weder bestätigen, noch ausräumen.

Die Strecke sei allerdings dafür bekannt, dass es dort zu häufigem Wildwechsel käme, so die Beamten. Ob der 22-Jährige tatsächlich einem Wildtier ausweichen musste, konnte an der Unfallstelle nicht eindeutig geklärt werden.

Der Schwerverletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 0,3 Promille. 

Titelfoto: Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis

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