BMW kommt von Straße ab und wird von Zug erfasst

Aktualisiert um 12.09 Uhr

Hamburg - In Hamburg-Harburg ist am Donnerstagabend ein 23-jähriger BMW-Fahrer von der Buxtehuder Straße abgekommen, durchbrach einen Zaun und kam auf den dortigen Bahngleisen zum Stehen.

Der verunfallte BMW wurde völlig zerstört.
Der verunfallte BMW wurde völlig zerstört.  © Christoph Seemann/Hamburg News

"Aus noch ungeklärter Ursache verlor er beim Beschleunigungsvorgang auf der feuchten Fahrbahn die Kontrolle über den 3er BMW und kam ins Schlingern", berichtet die Polizei am Freitag über den spektakulären Unfall.

Da es dem Fahrer nicht mehr gelang das Auto von den Gleisen zu entfernen, verließen er und seine 23-jährige Beifahrerin umgehend den BMW und informierten die Polizei.

Kurze Zeit später kam auch schon ein Güterzug angerollt. Der Lokführer (27) konnte eine Kollision trotz eingeleiteter Notbremsung nicht mehr verhindern.

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Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde das Auto gegen eine Werbetafel geschleudert, Trümmerteile flogen bis auf die Fahrbahn, heißt es weiter. Zwei weiere Autos wurden beschädigt.

"Es entstand erheblicher Sachschaden. Sowohl die drei Autos als auch die Lok des Güterzugs (Baureihe 145) waren nicht mehr fahrbereit."

Wie durch ein Wunder wurde niemand bei dem Unfall verletzt.

Die Polizei und die Bundespolizei waren jeweils mit mehreren Funkstreifenwagen vor Ort. Zur Unfallaufnahme wurde auch ein Sachverständiger hinzugezogen.

Ermittlungen gegen 23-jährigen BMW-Fahrer

Gegen den 23-jährigen Fahrer werde wegen "des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Gefährdung des Straßenverkehrs" ermittelt. Sein Führerschein wie auch der geschrottete Unfallwagen wurden beschlagnahmt.

Zeugen, die Angaben insbesondere zur Fahrweise des BMW vor dessen Unfallfahrt auf die Gleise machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder unter 040/4286-54961 bei der Verkehrsstaffel Süd oder an einer Polizeidienststelle zu melden.

Titelfoto: Christoph Seemann/Hamburg News

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