Mit Motocross-Rädern beladener Lkw geht während der Fahrt in Flammen auf

Grevenbroich - Ein Lkw hat am Donnerstagabend in Grevenbroich während der Fahrt Feuer gefangen. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr eintrafen, brannten große Teile des Gespanns bereits lichterloh. Die Löscharbeiten erwiesen sich als kompliziert.

Während der Fahrt ist ein LKW hat am Donnerstagabend in Grevenbroich in Flammen aufgegangen. Der Fahrer reagierte geistesgegenwärtig.
Während der Fahrt ist ein LKW hat am Donnerstagabend in Grevenbroich in Flammen aufgegangen. Der Fahrer reagierte geistesgegenwärtig.  © Feuerwehr Grevenbroich/dpa

Der Fahrer des Lkw-Gespanns reagierte glücklicherweise blitzschnell und verhinderte damit wahrscheinlich Schlimmeres!

Gegen 21.45 Uhr erhielt die Feuerwehr nach eigenen Angaben den Notruf durch den Fahrer, der das Feuer an seinem Sattelauflieger bemerkte und die Zugmaschine geistesgegenwärtig abkoppelte. 

Der Laster hatte mehrere Motocross-Räder geladen und war teilweise als Wohnmobil, aber auch als Werkstatt ausgebaut worden. 

Als die Einsatzkräfte an dem Lastwagen eintrafen, stand der Sattelauflieger schon zu großen Teilen in Flammen. Das Feuer entstand laut den Kameraden aus bisher ungeklärten Gründen im vorderen Teil des Aufliegers. 

Die Löschung des brennenden Gespanns erwies sich als komplizierter, als zunächst angenommen. Denn zur besonderen Herausforderung wurden die Lithium-Ionen-Akkus, die in den Cross-Maschinen verbaut waren. 

Diese flammten trotz den Bemühungen der Feuerwehrleute immer wieder auf, wie sich nach Aussage des Einsatzleiters Max Chiandetti erst im späteren Verlauf des Einsatzes herausstellte.  

Feuer flammte zunächst immer wieder auf

Man hatte nach Aussage der Feuerwehr zunächst angenommen, dass normale Batterien die Flammen immer wieder auflodern lassen und daher eine größere Menge Sand zur Einsatzstelle befördert: "Nachdem wir die Brandstelle mit Sand abgedeckt hatten, stellte sich heraus, dass es sich um Lithium-Ionen-Akkus handelt. Diese erlöschen erst nach langer Kühlung im Wasserbad vollständig", erklärte Chiandetti.

So forderten die Einsatzkräfte schließlich einen großen Container an, in dem Brandschutt und Batterien gekühlt werden konnte. Anschließend wurden die Batterien durch eine Fachfirma aus den betroffenen Motorrädern entfernt.

Der Einsatz dauerte mehrere Stunden und konnte nach Angaben der Feuerwehr erst gegen 4 Uhr beendet werden.

Der Fahrer des brennenden Lkw-Gespanns erlitt leichte Verletzungen und wurde in einer Klinik behandelt.

Titelfoto: Feuerwehr Grevenbroich/dpa

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