Dacia-Fahrer überfährt Mann in Pirna, als er von Betrunkenen bedrängt wird

Pirna - Tragisches Ende einer stark alkoholisierten Runde vor dem Lidl-Markt am Freitagabend in der Dresdner Straße in Pirna. Jetzt liegt einer der Beteiligten (37) schwerverletzt im Krankenhaus, nachdem ihn ein Dacia-Fahrer (60) überrollte. 

Rettungswagen und Polizei am Freitag vor Ort.
Rettungswagen und Polizei am Freitag vor Ort.  © Daniel Förster

Wie die Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 mitteilt, waren die Männer und eine Frau total betrunken, als der 60-Jährige gegen 21.15 Uhr in seinem Dacia vorfuhr. 

Die Gruppe soll den Unbeteiligten dann bedroht, einer sich sogar auf die Motorhaube des Fahrzeugs gelegt haben. Der verängstigte Mann setzte daraufhin zurück, um zu flüchten. 

Als er an der Gruppe vorbeifahren wollte,  überrollte er einen der Randalierer und verletzte ihn schwer. Warum genau der Betrunkene überfahren wurde, ist unklar. 

Vermutlich stürzte er in dem Moment, als der Dacia-Fahrer an ihm vorbeifahren wollte. 

Ein herbeigerufener Notarzt und DRK-Rettungssanitäter versorgten den Schwerverletzten, der viel Blut verloren hatte. Auch ein Rettungshubschrauber landete vor Ort.

Der Zeuge, der den Rettungsdienst gerufen hatte, berichtete im Nachhinein gegenüber TAG24, dass der Verletzte in einem so schlimmen Zustand war, dass man sich gegen einen Transport mit dem Helikopter entschied. Sein Kopf soll bei dem Unfall erheblich verletzt worden sein. 

Der 37-Jährige wurde daher nicht geflogen, sondern mit einem Rettungswagen nach Dresden in eine Klinik gefahren. 

Gruppe zu betrunken für Zeugenaussagen

Der Dacia wurde abgeschleppt und sichergestellt.
Der Dacia wurde abgeschleppt und sichergestellt.  © Daniel Förster

Eine Vernehmung der anderen Männer und der Frau war nicht möglich, da sie viel zu betrunken waren. Der Zeuge berichtete gegenüber TAG24 von teils skurrilen Szenen. So sollen sich die Beteiligten über ihre hohen Promillewerte, die um den Wert 2,5 schwankten, gefreut haben. Die Unfallaufnahme und Spurensicherung der Polizei dauerte bis 1 Uhr morgens. 

Aufgrund der Schwere des Unfalls zogen die Polizeibeamten einen Gutachter der Dekra hinzu.

Titelfoto: Daniel Förster

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