Kein Handynetz: Motorradfahrer fliegt im Wald in Böschung, kann keine Hilfe rufen!

Puchenstuben (Österreich) - Ein Motorradfahrer (20) kam am späten Samstagabend in einem österreichischen Wand von der Straße ab und flog eine Böschung hinunter. Dort konnte er noch einen Freund telefonisch über den Unfall informieren, doch dann war plötzlich das Netz weg...

Das Motorrad nahm großen Schaden. Sechs Feuerwehrleute trugen es zur Bergung aus dem Graben.
Das Motorrad nahm großen Schaden. Sechs Feuerwehrleute trugen es zur Bergung aus dem Graben.  © Bezirksfeuerwehrkommando Scheibbs/FF-Puchenstuben

Wie der Fernsehsender ORF berichtete, soll der 20-jährige Fahrer aus ungeklärter Ursache in einen Graben gefahren sein und sich dabei schwer verletzt haben.

Selbstständig konnte er sich nicht aus der misslichen Lage befreien. Deshalb rief er einen Freund über sein Handy an. 

Doch der Motorradfahrer konnte nicht erklären, wo genau er zu der Zeit war. Seine Verletzungen waren dafür zu schwer. Zudem riss die Verbindung ab und konnte nicht wieder hergestellt werden.

Am späten Abend rückten deshalb gleich mehrere Feuerwehrleute und Polizisten aus der ganzen Region aus und suchten nach der Unglücksstelle. 

Aber weil es keine Spuren auf der Straße gab, blieb die Suche lange Zeit erfolglos. 

Rettungskräfte fuhren sogar am Unfallort vorbei, weil nichts auf den Crash hindeutete und das Motorrad nicht von der Straße aus zu sehen war.

Später rief ein anderer Freund den Verunfallten an und das Handy klingelte wieder.

WhatsApp rettet Fahrer das Leben

Mit einem Rettungshubschrauber konnte der Mann schnell in eine Klinik gebracht werden. (Symbolbild)
Mit einem Rettungshubschrauber konnte der Mann schnell in eine Klinik gebracht werden. (Symbolbild)  © dpa/Axel Heimken

Der Bekannte erklärte dem 20-Jährigen scheinbar, wie er auf WhatsApp unkompliziert seinen Standort mit anderen teilen könnte. Denn kurze Zeit nach dem Telefonat tat dies der Unfallfahrer.

Dieser Standort führte anschließend die Feuerwehrleute der Wache Scheibbs an den Ort des Geschehens, wo sie den Motorradfahrer verletzt vorfanden.

Nachalarmierte Rettungskräfte versorgten den Mann noch im Wald. 

Dabei musste er sogar ein künstliches Koma versetzt werden, berichtete heute.at. Danach wurde der Motorradfahrer mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen.

Das Bike des Verunfallten wird von den Kameraden der Feuerwehr als "völlig demoliert" beschrieben. 

Was zu dem schweren Unfall führte und wann dieser geschah, blieb vorerst unklar. Der junge Mann hatte scheinbar seine Erinnerung an den Crash verloren.

Titelfoto: Bezirksfeuerwehrkommando Scheibbs/FF-Puchenstuben

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