Nach Horror-Crash mit Zug in Grevenbroich: Autofahrer war auf der Flucht vor der Polizei!

Grevenbroich/Rhein-Kreis Neuss - Der Autofahrer, der an einem Bahnübergang in Grevenbroich bei einer Kollision mit einem Zug schwer verletzt wurde, war auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle.

Wie am Dienstagmorgen bekannt wurde, war der Autofahrer, der an einem Bahnübergang in Grevenbroich bei einer Kollision mit einem Zug schwer verletzt wurde, auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle.
Wie am Dienstagmorgen bekannt wurde, war der Autofahrer, der an einem Bahnübergang in Grevenbroich bei einer Kollision mit einem Zug schwer verletzt wurde, auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle.  © Dieter Staniek/TNN/dpa

Wie ein Sprecher der Polizei am Dienstagmorgen sagte, sollte der Fahrer am Montag einer Verkehrskontrolle unterzogen werden, gab aber Gas.

Vor dem beschrankten Bahnübergang sei der Fahrer an schon wartenden Autos links vorbeigezogen, die Halbschranke sei bereits geschlossen gewesen. Bei dem Versuch, über den Bahnübergang zu fahren, war sein Wagen von einem Zug erfasst worden.

Der Mann wurde nach Angaben der Feuerwehr schwer verletzt. Die Fahrgäste und der Lokführer der Regionalbahn seien unverletzt geblieben.

Die Bahnstrecke und die umliegenden Straßen waren zeitweise gesperrt worden.

Wie die Feuerwehr weiter mitteilte, konnte sich der Autofahrer selbst aus dem völlig deformierten Wrack seines Wagens befreien. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zum Sachschaden gab es zunächst keine Angaben.

Als die Mitteilung über diese Kollision die Kameraden erreichte, waren sie gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz auf der Landstraße nahe dem Grevenbroicher Ortsteil Neurath.

Dort war eine Frau mit ihrem Wagen frontal gegen einen Baum geprallt. Sie wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht.

Update, 14.20 Uhr: Verfolgungsjagd fand möglicherweise wegen begangener Straftaten statt

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag darüber hinaus mitteilte, könnte der Auslöser für die Verfolgungsjagd ein offener Haftbefehl über eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr wegen Drogendelikten gewesen sein. Außerdem habe der 45-jährige Autofahrer keinen Führerschein besessen und unter Drogen gestanden. Bei seinen Sachen fanden die Polizisten eine Substanz, bei der sie vermuteten, dass es sich um Amphetamin handelt.

Die Überreste des Autos mussten durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Bahnstrecke blieb am Montag solange gesperrt. Ermittlungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.

Die Wartezeit für sein neues Strafverfahren muss der 45-Jährige nun im Gefängnis überbrücken.

Titelfoto: Dieter Staniek/TNN/dpa

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