Auto reißt drei Fußgänger in den Tod: Fahrer stand unter Drogen

Neumünster - Nach einem tödlichen Autounfall in Neumünster hat die Staatsanwaltschaft neue Details bekannt gegeben.

Ein umgeknicktes Verkehrsschild liegt auf dem Boden an der Unfallstelle.
Ein umgeknicktes Verkehrsschild liegt auf dem Boden an der Unfallstelle.  © Christian Charisius/dpa

Demnach hat der Mann, der im Januar in eine Fußgängergruppe gerast ist und dabei drei Menschen tödlich verletzt hatte, zum Unfallzeitpunkt wohl unter Drogeneinfluss gestanden.

Der Oberstaatsanwalt Michael Bimler erklärte am Montag, dass man Rückstände von gleich drei verschiedenen Betäubungsmitteln im Blut des Fahrers nachgewiesen habe.

Allerdings müsse nun noch geklärt werden, inwieweit die Drogen auch Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit des Mannes gehabt haben könnten. Alkohol sei dagegen nicht nachgewiesen worden.

Abschiebestreit in Sachsen: Für eine Familie geht's um alles
Sachsen Abschiebestreit in Sachsen: Für eine Familie geht's um alles

Ein zweites Gutachten zum Zustand des Unfallautos liegt den Ermittlern den Angaben zufolge noch nicht vor.

Der zur Unfallzeit 24-Jährige war Ende Januar in Neumünster mit seinem Wagen in einer leichten Kurve von der Straße abgekommen und in die Fußgängergruppe gefahren (TAG24 berichtete).

Ein 34 Jahre alter Mann und seine 30 Jahre alte Lebensgefährtin starben noch an der Unfallstelle. Eine 27 Jahre alte Frau starb zwei Tage später im Krankenhaus.

Gegen den Unfallfahrer, der keinen Führerschein mehr besaß, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

Mehr zum Thema Unfall: