Schnee und Glätte in Bayern sorgen für viele Unfälle: Autofahrer erfasst Wanderer

München - Etliche Autofahrer waren trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse mit Sommerreifen unterwegs, andere einfach viel zu schnell: Schneefall und glatte Straßen haben am Wochenende zu vielen Unfällen in Bayern geführt. Ein Mann bekam zusätzlichen Ärger mit der Polizei, als er seinen Führerschein zeigen sollte.

In Oberfranken wurde ein junger Fußgänger nach einem Unfall mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. (Symbolbild)
In Oberfranken wurde ein junger Fußgänger nach einem Unfall mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. (Symbolbild)  © Stephan Jansen/dpa

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten gingen die meisten Zwischenfälle immerhin glimpflich aus.

In Oberfranken wurde ein junger Fußgänger allerdings schwer verletzt. Bei Schneeregen und schlechten Sichtverhältnissen hatte dort ein Autofahrer den Wanderer im Landkreis Forchheim erfasst. Der 26-Jährige kam in ein Krankenhaus, wie die Polizei am Sonntag zum Unfall berichtete.

Der Mann war demnach zusammen mit drei anderen Wanderern in der Dämmerung am Samstag bei Wiesenttal unterwegs. Der 20 Jahre alte Autofahrer habe die Gruppe zu spät bemerkt und trotz eines sofortigen Ausweichmanövers den Mann am rechten Fahrbahnrand mit dem Wagen erfasst.

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Plötzlich einsetzender Schneefall und anhaltender Bodenfrost führten in Mittelfranken zu einer vorübergehenden Vollsperrung der durch Neusitz (Landkreis Ansbach) verlaufenden Staatsstraße.

Am Samstag waren mehrere Autofahrer auf der spiegelglatten Fahrbahn ins Rutschen gekommen. Eine 41-Jährige habe einen Zusammenstoß mit stehenden Fahrzeugen nur vermeiden können, indem sie ihr Auto gegen eine Leitplanke steuerte.

Etliche der Autofahrer, die auf der Fahrbahn ins Rutschen gekommen waren, seien noch mit Sommerreifen unterwegs gewesen. Das hat nun ein Nachspiel: Gegen sie leitete die Polizei aufgrund dessen jeweils Bußgeldverfahren ein.

Autofahrer baut mit Sommerreifen einen Unfall - und hat nicht einmal einen Führerschein!

Die Polizei musste mehrfach ausrücken. (Symbolbild)
Die Polizei musste mehrfach ausrücken. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auch im oberfränkischen Naila verursachte ein 44-Jähriger mit Sommerreifen einen Unfall. Er verlor auf schneebedeckter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und streifte eine Steinmauer.

Der Mann bekommt jetzt nicht nur wegen der falschen Reifen noch weiteren Ärger: Die Polizei stellte bei der Unfallaufnahme nämlich ebenfalls fest, dass er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Starker Schneefall sorgte vor allem in Alpennähe zu teils schwierigen Verkehrsverhältnissen.

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So kam in Garmisch-Partenkirchen ein mit 13 Fahrgästen besetzter Bus auf der spiegelglatten Fahrbahn von der Strecke ab und stieß gegen einen Begrenzungspoller. Verletzt wurde niemand.

Im schwäbischen Landkreis Oberallgäu kam es zu mehreren Unfällen. In den meisten Fällen seien die Autofahrer auf der schneeglatten Straße zu schnell unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Es sei aber bei Blechschäden geblieben.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntag auch für die kommenden Tage vor glatten Straßen in Bayern.

Vor allem an den Alpen und im Südosten kommt es demnach streckenweise durch Schnee zu Glätte. Dort rechnet der DWD mit bis zu fünf Zentimetern Neuschnee, in den Berchtesgadener Alpen können es bis zu zehn werden. Auch in den übrigen Regionen Bayerns könnten überfrierende Nässe oder geringe Mengen an Schnee zu Glatteis führen.

Titelfoto: Stephan Jansen/dpa

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