Suff-Fahrer kommt mit Auto von Straße ab, verletzt sich, will aber keine Behandlung

Herrnhut - In der Nacht zum Sonntag kam es im Landkreis Görlitz auf der B178 zu einem mysteriösen Unfall.

Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug zügig. Der Totalschaden war dennoch unvermeidbar.
Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug zügig. Der Totalschaden war dennoch unvermeidbar.  © LausitzNews/Philipp Mann

Ersten Informationen zufolge soll ein Mann gegen 21.55 Uhr mit seinem Auto auf der Zittauer Straße kurz vor Herrnhut in einer Linkskurve nach rechts von der Straße abgekommen sein.

Die Görlitzer Polizei bestätigte gegenüber TAG24 den Unfall, konnte jedoch noch keine genauen Details dazu nennen.

Das Fahrzeug soll direkt am Straßenrand mit einem mit Split befüllten Streugut-Behälter kollidiert sein.

Die Wucht des Aufpralls schien dabei so groß gewesen zu sein, dass das Auto nicht mehr fahren konnte. Es wurde im Motorraumbereich massiv beschädigt.

Der Fahrer konnte sich gerade noch selbst befreien, ehe der Wagen zu lodern begann.

Kurze Zeit später stand es in Vollbrand.

Feuerwehr löscht Auto, Polizei fixiert Fahrer auf der Straße

Mehrere Polizisten mussten den Autofahrer bändigen.
Mehrere Polizisten mussten den Autofahrer bändigen.  © LausitzNews/Philipp Mann

Hinter dem verunfallten Autofahrer war ein weiterer Fahrer unterwegs, der geistesgegenwärtig sofort Rettungskräfte alarmierte und erste Hilfe leistete.

Schnell angerückte Feuerwehrkräfte löschten das brennende Fahrzeug und verhinderten so ein Übergreifen auf den Wald.

Als Sanitäter des Rettungsdienstes den Unfallfahrer untersuchen wollten, leistete dieser jedoch nach TAG24-Informationen enormen Widerstand. Die Ärzte riefen daraufhin die Polizei zur Unterstützung.

Insgesamt fünf Beamte sollen den Mann erst auf der Straße gebändigt und später auf einer Trage fixiert haben. 

Zwei Polizisten mussten den Mann auf dem Weg in eine Klinik begleiten, um weiteren Widerstand zu vermeiden.

Indes wurden vor Ort die Spuren und Beweise gesichert. Ob Alkohol oder Drogen eine Rolle in diesem Unfall gespielt haben, ist noch unklar. Ebenso ist noch unklar, warum sich der Mann so massiv gegen die Behandlung der Rettungskräfte weigerte. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Die Zittauer Straße/B178 wurde für etwa eine Stunde voll gesperrt. Anschließend konnte der Verkehr auf einer der beiden Spuren fließen. Gegen Mitternacht wurde die Straße komplett freigegeben.

Update, 11.30 Uhr: Polizei gibt weitere Details bekannt

Das Auto ist nun Schrott.
Das Auto ist nun Schrott.  © LausitzNews/Philipp Mann

Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, sei der Mann, ein 35-jähriger Deutscher, viel zu schnell auf der Straße gefahren, weshalb er die Kontrolle über den Honda Civic verloren haben dürfte.

Der Fahrer verletzte sich bei dem Crash nur leicht und musste lediglich für einen Alkoholtest in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort wurden 2,47 Promille im Blut bei ihm festgestellt!

"Die Sicherstellung des Führerscheins konnte nicht wie sonst üblich in solchen Fällen realisiert werden, da dieser im Fahrzeug verbrannt war", so die Ermittler.

Am abgebrannten Auto, der Streukiste sowie zwei umgefahrenen Leitpfosten entstand insgesamt ein Schaden in Höhe von 2500 Euro.

Titelfoto: LausitzNews/Philipp Mann

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