Tödlicher Unfall mit Fähre: Obduktionsergebnis steht fest

Stahlbrode - Der 74-jährige Angler, der Ende April bei einem Unfall mit einer Fähre bei Stahlbrode (Vorpommern-Rügen) ums Leben gekommen war, ist an seinen schweren Armverletzungen durch die Schiffsschraube gestorben.

Das 58 Meter lange Fährschiff soll mit dem Schlauchboot des Anglers kollidiert sein. (Archivbild)
Das 58 Meter lange Fährschiff soll mit dem Schlauchboot des Anglers kollidiert sein. (Archivbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Das habe die Obduktion ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund am Freitag.

Deshalb werde weiter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung vor allem gegen den Schiffsführer des Fährschiffes ermittelt. Der Mann solle in Kürze zu den Vorwürfen gehört werden.

Das 58 Meter lange Fährschiff soll am 20. April zwischen Rügen und dem Festland gegen das Schlauchboot des Anglers gestoßen und den Mann tödlich verletzt haben.

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Wie genau es zu der Kollision kam, sei aber noch unklar, sagte der Sprecher. Dem Angler aus der Region Neubrandenburg war von der Schiffsschraube der Fähre ein Arm abgetrennt worden. Helfer bargen den Verunglückten. Er wurde zwar schnell medizinisch versorgt, starb aber noch vor Ort.

Selbst wenn der Geschädigte im Fahrwasser nicht hätte angeln dürfen, entbinde dies die Besatzung der Fähre nicht von ihren Sorgfaltspflichten, sagte der Sprecher. So sei unklar, warum die drei Männer auf der Fähre das Schlauchboot nicht rechtzeitig bemerkten.

Die Fähre, die Platz für 45 Fahrzeuge bietet und 12 Meter breit ist, war auf Überführungsfahrt aus einer Werft zum Fähranleger. Die Reste des Schlauchbootes wurden geborgen.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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