Lkw sorgt für schweren Unfall auf der A5: Darum droht ihm nun Ärger mit der Polizei

Alsfeld - Schwerer Unfall am Montagabend auf der A5 nahe des mittelhessischen Alsfeld im Vogelsbergkreis. Dort sorgte der abrupte Spurwechsel eines Lastwagens für einen heftigen Crash, bei dem ein Mensch schwer verletzt wurde. Die Reaktion des Brummifahrers direkt nach dem Zusammenstoß sorgte im Anschluss jedoch für polizeiliche Ermittlungen.

Gegen den Lkw-Fahrer wird seitens der Polizei nun wegen Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. (Symbolfoto)
Gegen den Lkw-Fahrer wird seitens der Polizei nun wegen Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. (Symbolfoto)  © Montage: DPA/Boris Rössler, DPA/Andreas Arnold

Wie ein Sprecher der osthessischen Polizei in der Nacht zu Dienstag mitteilte, sei der 56 Jahre alte portugiesische Lkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug, welches zu einer spanischen Firma gehörte, gegen 18.45 Uhr auf der A5 zwischen dem Hattenbacher Dreieck und der Anschlussstelle Alsfeld/Ost unterwegs gewesen.

Beim Überholen eines anderen Lkw und dem damit verbundenen Spurwechsel achtete der 56-Jährige aber scheinbar nicht ausreichend auf den nachfolgenden Verkehr, was einem 46-jährigen Opel-Fahrer zum Verhängnis wurde.

Denn dieser konnte nicht mehr rechtzeitig auf den Fahrbahnwechsel reagieren und krachte trotz Ausweichmanöver in das Heck des Lastwagens.

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Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pole (46) in seinem Auto eingeklemmt und musste von den Rettungskräften zunächst aus dem Wrack befreit werden, ehe er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik kam.

Indessen hatte der Lkw-Fahrer eigenen Angaben zufolge lediglich einen Schlag bemerkt, den er jedoch lediglich für einen eventuell geplatzten Reifen gehalten hatte. Nachdem er sich kurz nach der Unfallstelle vergewissert hatte, dass dem nicht so gewesen war, fuhr er einfach weiter.

Erst als er bei einem weiteren Stopp bemerkte, dass das Heck seines Fahrzeuges stark beschädigt war, alarmierte er selbst die Polizei. Die angerückten Einsatzkräfte konnten die Schäden am Auflieger schließlich mit dem vorangegangenen Unfall in Verbindung bringen.

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Infolge des Crashs, bei dem ein geschätzter Sachschaden von rund 50.000 Euro entstand, wurde ein Strafverfahren wegen Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung gegen den 56-jährigen Trucker eröffnet. Die notwendigen Maßnahmen, darunter die Landung des Rettungshubschraubers auf der Fahrbahn, sorgten für Sperrungen, die einen Rückstau von bis zu acht Kilometern auf der A5 verursachten.

Die Bildung der Rettungsgasse gestaltete sich laut den Einsatzkräften "stellenweise desolat".

Titelfoto: Montage: DPA/Boris Rössler, DPA/Andreas Arnold

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