Verursacher türmt zu Fuß: Verkehrsbehinderungen nach Unfall auf Autobahn

Mannheim - Am Sonntagnachmittag ist es auf der A6 zwischen dem Autobahnkreuz Mannheim und dem Kreuz Viernheim zu einem schweren Unfall gekommen.

Nach dem Crash kommt es zu Verkehrsbehinderungen. (Symbolbild)
Nach dem Crash kommt es zu Verkehrsbehinderungen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Wie die Polizei berichtet, geschah das Ganze um kurz vor 14 Uhr. In Fahrtrichtung Viernheim kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem folgenschweren Unfall, bei dem acht Fahrzeuge beschädigt wurden. 

Der Unfallverursacher türmte zu Fuß, wurde aber kurz darauf im Bereich der angrenzenden Felder von den eingesetzten Polizeibeamten festgenommen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern derzeit an.

Aufgrund von Unfallaufnahme, Bergungs- und Reinigungsarbeiten kommt es derzeit zu Verkehrsbehinderungen.

Der Verkehr wird an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Update: 20.40 Uhr

Knapp zwei Promille intus

Jetzt liegen weitere Informationen durch die Polizei vor.

Demnach war vermutlich Alkoholgenuss schuld an dem Crash. "Der 35-jährige Fahrer eines Passat überholte einen Audi verbotswidrig rechts und scherte anschließend vor dem Audi so knapp ein, dass es zu einer Berührung der Fahrzeuge kam woraufhin der Audi nach links gegen die Betongleitwand prallte", schreiben die Beamten. 

Der Passat stieß daraufhin noch mit einem auf der mittleren Spur fahrenden BMW zusammen, geriet ins Schleudern und krachte schließlich in die rechte Leitplanke. Anschließend flüchtete der 35-jährige zu Fuß und versteckte sich in unmittelbarer Nähe, wo er er bei der eingeleiteten Fahndung schnell ausgemacht und festgenommen werden konnte. 

Er war unverletzt und musste zur Blutentnahme mit auf die Wache, da er fast zwei Promille Alkohol intus hatte. Sein Fühererschein wurde beschlagnahmt. 

Der 57-jährige Fahrer des Audi und der 46-jährige Fahrer des BMW blieben ebenfalls unverletzt. Dessen mitfahrenden Kinder (16 und 12 Jahre) wurden leicht verletzt und kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Es entstand Sachschaden von rund 20.000 Euro. 

Die Fahrbahn war für rund 30 Minuten voll gesperrt, danach konnte der Verkehr über den linken Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden. Es entstand bis zu 5 km Stau. Hierbei ereignete sich gegen 14.45 Uhr ein Folgeunfall mit ebenfalls drei beteiligten Fahrzeugen. 

Der 58-jährige Fahrer eines Transporters bemerkte den Stau zu spät und fuhr nahzu ungebremst auf einen stehenden Skoda, der wiederum auf einen Golf geschoben wurde. Der Verursacher und der 42-jährige Skoda-Fahrer wurden hierbei leicht verletzt und kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. 

Der Golf-Fahrer blieb unverletzt. Er konnte mit seinem Pkw nach der Unfallaufnahme weiterfahren. Die Höhe des Sachschadens wird hier auf etwa 25.000 Euro geschätzt. 

Gegen 17.30 Uhr waren die Unfallaufnahmen beendet und die Fahrbahn konnte wieder freigegeben werden.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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