Unfall bei Einsatzfahrt: Rentner fährt in Rettungswagen, vier Verletzte!

Bayerisch Gmain - Ein Auto ist in Bayern mit einem Rettungswagen, der auf dem Weg zu einem Einsatz war, zusammengestoßen.

Der Rettungswagen ist nach dem Crash einen Hang hinunter gestürzt und wäre fast im Bach gelandet.
Der Rettungswagen ist nach dem Crash einen Hang hinunter gestürzt und wäre fast im Bach gelandet.  © dpa/BRK/Markus Leitner

Vier Menschen wurden bei dem Unfall gegen 9.45 Uhr am Donnerstag in Bayerisch Gmain (Landkreis Berchtesgadener Land) verletzt. Darunter sind auch die beiden Sanitäter (35, 43) aus dem Rettungswagen.

Bei den beiden Insassen (83, 85) des anderen Autos sei Lebensgefahr nicht ausgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sie kamen mit dem Rettungshubschrauber in ein Salzburger Krankenhaus.

Der Rettungswagen war nach Angaben der Polizei am Vormittag mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zu einem Einsatz.

"Im Moment sieht es danach aus, als hätte der Pkw dem Rettungswagen die Vorfahrt genommen", sagte die Polizeisprecherin. Genau stehe das aber noch nicht fest. "Die Ermittlungen diesbezüglich laufen noch."

Ein Gutachter sei bereits an der Unfallstelle, um die Ursache des Unglücks zu klären.

Die Beifahrerin im Pkw sei eingeklemmt gewesen, der 83-jährige Fahrer von Ersthelfern befreit worden. Die Feuerwehr musste ihn befreien.

Zahlreiche Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren im Einsatz. Die Straße wurde komplett gesperrt

Update, 18.20 Uhr: Schlimmeres nur knapp verhindert

Ein Rettungswagen und ein Auto sind nach einem Unfall auf der B20 bei Bayerisch Gmain zu sehen.
Ein Rettungswagen und ein Auto sind nach einem Unfall auf der B20 bei Bayerisch Gmain zu sehen.  © dpa/BRK/Markus Leitner

Auf Fotos von der Unfallstelle an der B20 ist zu sehen, dass der Rettungswagen an einer Brücke am Hang einer Böschung zum Stehen kam - und beinahe in einem Bach gelandet wäre. Wie das Rote Kreuz mitteilte, konnten sich die 35-jährige Fahrerin und der 43-jährige Beifahrer selbst befreien und über Funk Hilfe anfordern.

Die Straße wurde eine Zeit lang komplett gesperrt und es kam zu längeren Staus in beide Richtungen.

Gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Titelfoto: dpa/BRK/Markus Leitner

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