Skoda kracht in Heck von Lkw: Wollte Fahrer seine Ehefrau im Auto umbringen?

Wörnitz - Was für eine verrückte Wendung! Ein vermeintlich normaler Verkehrsunfall in Bayern auf der Autobahn 7 bei Wörnitz im Landkreis Ansbach hat sich als ein versuchtes Tötungsdelikt herausgestellt.

Ein vermeintlich normaler Verkehrsunfall auf der A7 bei Wörnitz in Bayern hat sich als versuchtes Tötungsdelikt herausgestellt. (Symbolbild)
Ein vermeintlich normaler Verkehrsunfall auf der A7 bei Wörnitz in Bayern hat sich als versuchtes Tötungsdelikt herausgestellt. (Symbolbild)  © Stefan Puchner/dpa

Wie die Polizei im Freistaat am Mittwoch mitteilte, hatte sich der Zwischenfall auf der A7 bereits am Montagvormittag ereignet, als der Skoda eines 38 Jahre alten Mannes gegen 11 Uhr mit hoher Geschwindigkeit vor der Anschlussstelle Wörnitz gegen das Heck eines Lastwagens gefahren war.

Durch die enorme Wucht des Aufpralls war gar der Motorblock aus dem Wagen geschleudert worden. 

Sowohl der Fahrer als auch seine 27 Jahre alte Beifahrerin, bei der es sich um die Ehefrau des 38-Jährigen handelte, wurden bei dem Unfall leicht verletzt und nach einer Erstversorgung vor Ort von den Rettungskräften in eine Klinik gebracht.

Laut den Beamten ergaben sich im Verlauf der Unfallaufnahme jedoch entsprechende Hinweise, dass der Unfall "möglicherweise vorsätzlich" von dem Fahrer des Fahrzeugs herbeigeführt worden sein könnte. Nach Erkenntnissen der Kriminalpolizei Ansbach erhärtete sich dieser Verdacht zusehends.

So habe sich laut Polizei ergeben, dass "der 38-Jährige das Fahrzeug im Verlauf eines Streits mit seiner Ehefrau, möglicherweise in Tötungsabsicht, vorsätzlich gegen das Heck des Lastkraftwagens" gesteuert hatte. Der Ehemann und Unfallverursacher steht aufgrund des aktuellen Untersuchungsstands entsprechend unter dringendem Tatverdacht und befindet sich nach der Entscheidung eines Richters in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen der Mordkommission zum genauen Hergang dauern an.

Titelfoto: Stefan Puchner/dpa

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