SOS in der Nordsee! Yacht mit sieben Seglern sinkt in der Nacht

Cuxhaven - Sieben Segler sind nach der Havarie ihres Bootes vor Cuxhaven (Niedersachsen) gerettet worden.

Die "Mathias" nahm die Schiffbrüchigen an Bord. (Symbolbild)
Die "Mathias" nahm die Schiffbrüchigen an Bord. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

Die Yacht "Sharki" war nach ersten Erkenntnissen am Dienstag gegen kurz vor 23 Uhr vermutlich mit einer Fahrwassertonne kollidiert, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwoch mitteilte.

Eine der Seglerinnen alarmierte die Seenotretter. Die von ihr angegebene Position befand sich mehrere Seemeilen vor Cuxhaven. 

Die Seenotretter informierten umliegende Schiffe und erhielten Rückmeldung von einem belgischen Frachter mit Sichtkontakt zu der 15 Meter langen Segel-Yacht. Der Frachter blieb bis zum Eintreffen der Retter in der Nähe. Die "Sharki" kenterte und sank. 

Die Segler, vier Männer und drei Frauen, retteten sich zunächst auf eine Rettungsinsel. Die Seenotretter eilten mit zwei Booten zu Hilfe. 

Zudem begab sich ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei Hamburg zum Unfallort. 

Die Segler kamen bis auf einen Mann, der eine kleinere Schnittverletzung erlitt, mit dem Schrecken davon. Die "Sharki" mit Heimathafen Stettin (Polen) befand sich auf dem Weg vom Nord-Ostsee-Kanal nach Helgoland. 

Das Schiff ist in der Segelszene für seinen Vorbesitzer bekannt. Sie war unter dem Namen "Rubin" im Besitz des 2014 verstorbenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Segler-Verbandes, Hans-Otto Schümann. 

Er gewann mit der "Rubin" 1973 den legendären Admiral's Cup.

Update, 12.26 Uhr: Bergung notwendig

Die in der Nordsee mehrere Seemeilen vor Cuxhaven gesunkene frühere deutsche Admiral's-Cup-Siegeryacht "Rubin" ist lokalisiert worden. Das Mehrzweckschiff "Neuwerk" und das Peilschiff "Grimmershörn" hätten die 15-Meter-Jacht, die inzwischen den Namen "Sharki" trägt, auf rund 16 Meter Tiefe per Sonar geortet, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven am Mittwoch auf Anfrage mit. 

Die Yacht liege in der Nähe der Fahrwassertonne 23 und müsse geborgen werden. Dies sei aber Sache des Eigentümers.

Nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Hamburg sank die Yacht am späten Dienstagabend im Bereich der Außenelbe nordöstlich der Insel Neuwerk. 

Derzeit liefen die Ermittlungen, ob die "Sharki" tatsächlich mit einer Fahrwassertonne kollidiert sei. 

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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