Zug kracht gegen Hindernis: Polizei entdeckt weitere Schäden am Bahnhof

Neukirch - Diese nächtliche Zugfahrt verlief anders als geplant: Eine Bahn von Dresden nach Görlitz prallte gegen ein Hindernis, das nicht durch Zufall dort war. Und nicht nur deswegen musste die Polizei ausrücken...

Das bedeutete ein Ende für die Zugfahrt - die Weichenabdeckung hatte sich einfach eingeklemmt.
Das bedeutete ein Ende für die Zugfahrt - die Weichenabdeckung hatte sich einfach eingeklemmt.  © Bundespolizeiinspektion Ebersbach

So stellt man sich die nächtliche Heimfahrt wohl nicht vor: Eine Regionalbahn befand sich in der Nacht zu Sonntag gerade auf dem Weg von Dresden nach Görlitz, als die Reise um kurz vor ein Uhr nachts von etwas Unvorhergesehenem unterbrochen wurde.

Der Zug stoppte in der Nähe des Bahnhofs Neukirch/West. Dort prallte er mit voller Wucht gegen eine Weichenabdeckung, die dort eigentlich nichts verloren hatte.

Nach dem Crash war die Weiterfahrt unmöglich. Die Abdeckung klemmte zwischen Schienenkopf und Bremsbacke fest.

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Über eine Stunde blieben die Passagiere auf offener Strecke stehen.

Die Bundespolizei rückte an und löste das Problem mit einer Brechstange. Als die Beamten den Vorfall sahen, waren sie sich sicher, dass unbekannte Täter die Abdeckung entfernt und dort platziert haben müssen.

Blech auf Schienen gelegt und noch mehr randaliert: Polizei sucht Zeugen

Dieses Schild wurde aus der Erde gerissen und umgeworfen.
Dieses Schild wurde aus der Erde gerissen und umgeworfen.  © Bundespolizeiinspektion Ebersbach

Und noch etwas fiel den Polizisten auf: Die Störenfriede hatten auch das Schild vom Bahnsteigende herausgerissen und auf die angrenzende Wiese geworfen.

Am Morgen, gegen 8 Uhr, mussten die Beamten erneut zum Bahnhof Neukirch/West. Ein beschädigtes Signal wurde festgestellt. Die Polizisten dokumentierten den Schaden und gehen ersten Ermittlungen nach offenbar von einem Zusammenhang aus.

Um die nächtliche Randale schneller aufklären zu können, sucht die Polizei jetzt nach Zeugen. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 03586/76020 bei der Bundespolizeiinspektion Ebersbach melden.

Titelfoto: Bundespolizei Ebersbach

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