Zwei Tote, fünf Verletzte! Auto kracht bei wilder Flucht vor Polizei gegen Baum

Regen - Es ist eine Entscheidung mit schrecklichen Folgen: Auf der Flucht vor einem Polizeiwagen sind bei einem Unfall in Bayern zwei Menschen gestorben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt.

Auf der Flucht vor der Polizei sind bei einem Unfall in Bayern zwei Menschen gestorben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt. (Symbolbild)
Auf der Flucht vor der Polizei sind bei einem Unfall in Bayern zwei Menschen gestorben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Der Fahrer des Autos mit insgesamt sechs weiteren Insassen sei am späten Sonntagabend in Zwiesel im Landkreis Regen mit "stark überhöhtem Tempo" in der Dunkelheit vor einer Streife geflüchtet, als die Beamten den Wagen gerade kontrollieren wollten.

Dies teilte die zuständige Polizei am Montag mit. In Regen kam das Auto in der Folge gegen 23 Uhr von der Bundesstraße 11 ab, prallte gegen einen Baum.

Warum der Fahrer des Wagens vor der Kontrolle floh, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.

Das Fahrzeug sei mit Kennzeichen zur Ausfuhr in einen anderen Staat versehen gewesen, die zu einem anderen Auto gehörten. Obwohl es aufgrund der Bauweise nur fünf Sitzplätze gab, saßen demnach zudem sieben Menschen im Auto.

Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle, eine Mitfahrerin erlag später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Angaben der Polizei zufolge hatte die Frau keine Ausweispapiere bei sich, ihre Identität ist deshalb noch nicht eindeutig geklärt.

Die anderen zwei Männer und drei Frauen im Wagen wurden demnach teils schwer verletzt. Zu ihrem Gesundheitszustand konnte ein Polizeisprecher am Montag zunächst keine Angaben machen.

Ermittlungsgruppe soll Unfallursache und den genauen Hergang klären

Weshalb der Fahrer in Regen bei der überaus riskanten Flucht vor den Beamten von der Fahrbahn abkam und gegen den Baum fuhr, war zunächst ebenfalls unklar. Während der Verfolgungsjagd hatte die Polizei den Wagen aus den Augen verloren.

Als Unfallursache komme laut ersten Erkenntnissen vermutlich überhöhtes Tempo in Betracht, teilte die Polizei mit. Zur Klärung der offenen Fragen hat die Verkehrspolizei Deggendorf eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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