Mann zeigt Unfallflucht an und erlebt sein blaues Wunder

Als er den Schaden an seinem Auto anzeigte, hatte ein 60-Jähriger nicht mit dem Ausgang der ganzen Sache gerechnet. (Symbolbild)
Als er den Schaden an seinem Auto anzeigte, hatte ein 60-Jähriger nicht mit dem Ausgang der ganzen Sache gerechnet. (Symbolbild)  © 123RF

Hameln/Bad Münder - Darüber hätte ein 60-Jähriger aus Hameln besser zweimal nachgedacht! Am Mittwoch ging er zur Polizei Bad Münder.

Dort meldete er einen Unfallschaden an seinem geparkten VW Passat Kombi. Der Verursacher sei einfach abgehauen, gab der Mann auf der Wache an.

Allerdings hatte der Anzeigensteller die Rechnung ohne die Beamten gemacht. Die wurden nämlich hellhörig, als der 60-Jährige seinen Wagen beschrieb.

Das Fahrzeug war ihnen längst bekannt: Eine Zeugin hatte beobachtet und angezeigt, dass ein blauer Passat gegen 19.30 Uhr auf einem Parkplatz an einer Schranke rückwärts gegen ein hinter ihm wartenden Ford Galaxy einer 54-Jährigen gekracht sei.

Anstelle für den entstandenen Schaden, der immerhin auf 1500 Euro geschätzt wurde, gerade zu stehen, machte sich der Fahrer aus dem Staub. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass die Zeugen ihn detailliert beschreiben konnten.

Das wurde dem 60-Jährigen auf der Polizeiwache zum Verhängnis. Denn dummerweise passte die Beschreibung sowohl auf seinen Passat als auch auf seine Person.

Wie sich dann noch herausstellte, musste der Mann am 5. September mindestens einen weiteren Unfall gebaut haben: Die Spuren an seinem Auto deuteten darauf hin.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Hameln nach Zeugen. Wer etwas beobachtet hat, kann sich unter 05151/933222 melden.

Auf den 60-jährigen Verursacher kommt jetzt einiges zu: Er wird sich wegen der Unfallflucht und des Vortäuschens einer Straftat verantworten müssen.

Als wäre das nicht schon genug, fanden die Beamten bei der Unfallaufnahme dann auch noch einen selbstgefertigten Schlagstock bei ihm. Somit geht auch noch ein Verstoß gegen das Waffengesetz auf das Konto des 60-Jährigen.

Titelfoto: 123RF


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