Ungarn übergibt Horst Mahler den deutschen Behörden

Die ungarischen Behörden liefern den aus Deutschland geflüchteten Holocaustleugner, der 2009 wegen Volksverhetzung zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde, an die deutschen Behörden aus.
Die ungarischen Behörden liefern den aus Deutschland geflüchteten Holocaustleugner, der 2009 wegen Volksverhetzung zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde, an die deutschen Behörden aus.  © DPA

Budapest/Berlin - Die ungarische Polizei hat am Dienstag den Holocaustleugner Horst Mahler an die deutschen Behörden übergeben.

Der 81-Jährige sei von Ungarn an die deutschen Behörden übergeben worden, sagte Andrea Grape, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II, auf Anfrage. Mahler sei am Mittag mit einem Flugzeug in Berlin eingetroffen, sagte Uwe Krink, Sprecher des Brandenburger Justizministeriums. Er werde derzeit wieder in die Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel gebracht.

Von der zuständigen Staatsanwaltschaft in München war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Mahler war nach Ungarn geflohen, um sich der Verbüßung einer Reststrafe wegen Leugnens des Holocausts zu entziehen. Die ungarische Polizei hatte ihn am 15. Mai in der Grenzstadt Sopron festgenommen.

Auf der Grundlage eines Europäischen Haftbefehls, den die Staatsanwaltschaft München ausgestellt hatte, verfügte das Budapester Stadtgericht vor einer Woche seine Auslieferung an Deutschland.

Zuvor hatte Mahler vergeblich um politisches Asyl angesucht. Auch eine persönliche Botschaft an den rechts-konservativen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban blieb wirkungslos.

Der deutsche Rechtsextremist Horst Mahler wird am Internationalen Flughafen Budapest Liszt Ferenc von ungarischen Polizisten bewacht, bevor er an deutsche Polizisten überführt wird.
Der deutsche Rechtsextremist Horst Mahler wird am Internationalen Flughafen Budapest Liszt Ferenc von ungarischen Polizisten bewacht, bevor er an deutsche Polizisten überführt wird.  © DPA

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