Verspielt der VfB Stuttgart den Aufstieg? Darum könnte es knapp werden

Stuttgart - Unruhige Zeiten beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart! Nach zuletzt vier Pleiten aus fünf Ligaspielen läuten endgültig die Alarmglocken.

Osnabrücks Spieler Lukas Gugganig (l-r), Felix Agu, Ulrich Taffertshofer und Etienne Amenyido bejubeln das Tor zum 1:0.
Osnabrücks Spieler Lukas Gugganig (l-r), Felix Agu, Ulrich Taffertshofer und Etienne Amenyido bejubeln das Tor zum 1:0.  © dpa/Guido Kirchner

VfL Osnabrück, Hamburger SV, Holstein Kiel und der SV Wehen Wiesbaden hießen die Gegner, gegen die der VfB allesamt verlor und weshalb die Schwaben aktuell auf dem besten Wege sind, den Aufstieg zu verspielen.

Wirklich schlechter waren die Schwaben nur in der Ligapartie gegen den HSV, bei den anderen vermeintlich kleineren Gegner verwiesen Spieler wie Verantwortliche danach eher aufs fehlende Glück, oder thematisierten die vielen Torchancen, die man versemmelte.

"Dass wir sie nicht nutzen, ist womöglich eher ein Kopf- und kein Qualitätsproblem", sagte dazu VfB-Spieler Philipp Klement nach der Osnabrück-Pleite.

Keeper Kobel sprach zudem von fehlender Überzeugung.

Beide haben recht, doch vermeintliche Qualität bringt eben nichts, wenn man sie nicht mit Überzeugung auf den Rasen bringt.

VfB Stuttgart hat ein Sturmproblem und schafft es nicht Daniel Didavi zu ersetzen

 Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Stuttgarts Gonzalo Castro, Stuttgarts Silas Wamangituka und Stuttgarts Philipp Förster gehen nach dem Spiel über den Platz zu ihren Fans.
Stuttgarts Nicolas Gonzalez (l-r), Stuttgarts Gonzalo Castro, Stuttgarts Silas Wamangituka und Stuttgarts Philipp Förster gehen nach dem Spiel über den Platz zu ihren Fans.  © dpa/Guido Kirchner

Und aktuell hat der VfB zu viele Spieler, die weit unter ihren Möglichkeiten spielen.

Klement ist einer von ihnen. Vergangene Saison erzielte er für den späteren Aufsteiger Paderborn noch satte 16 Ligatreffer, für den VfB dagegen noch keinen einzigen.

Vereinzelt ließ er bereits sein Können aufblitzen, doch von Konstanz keine Spur - es fehlt die Form.

Gerade weil Daniel Didavi verletzt ist, wäre ein starker Klement aber umso wichtiger für die Schwaben. Dass man Didavi nicht ersetzen kann, ist nämlich ein Grund für die VfB-Krise. Seit er mit einem Muskelbündelriss ausfällt, schwächeln die Stuttgarter und der Mittelfeldkünstler ist eben stark verletzungsanfällig.

Zudem kommt die Tatsache: Der VfB hat keinen Torjäger!

Der aktuelle Tabellenführer Arminia Bielefeld hat Fabian Klos (10 Tore) und für Verfolger Hamburg stürmt Sonny Kittel, der immerhin schon sieben Treffer vorzuweisen hat. Beim VfB sind dagegen Hamadi Al Ghaddioui und Nicolas Gonzalez mit mageren vier Treffern die besten Schützen.

VfB-Coach Tim Walter erklärte die Leistungsschwankungen seiner Schützlinge zuletzt häufiger mit fehlender Erfahrung und in der "SWR"-Sendung "Sport in Baden-Württemberg" verriet er, man habe manchmal Probleme, die Favoritenrolle anzunehmen.

Wenn die Schwaben allerdings nicht bald die Kurve bekommen, sind sie diese sowieso erstmal los. Und der Bundesliga-Aufstieg rückt in weite Ferne.

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