Tote Anneli: Eltern fordern härtere Strafe für die Mörder 

Annelis Eltern Ramona (55) und Uwe R. (58) sind mit dem Urteil gegen die Mörder ihrer Tochter nicht einverstanden.
Annelis Eltern Ramona (55) und Uwe R. (58) sind mit dem Urteil gegen die Mörder ihrer Tochter nicht einverstanden.  © Ove Landgraf

Dresden - Wut, Trauer, Enttäuschung - für die Eltern der ermordeten Anneli R. (17) ist das Urteil gegen die Mörder ihrer Tochter nur schwer zu begreifen. 

Bei „stern TV“ erklärten sie, dass ihre Erwartungen im Prozess nicht erfüllt wurden: „Das Strafmaß ist gemessen an der Tat an unserem Kind einfach zu wenig“, so Vater Uwe R. (58).

Anneli war im August 2015 entführt und ermordet worden. Die Täter waren am Montag verurteilt worden: Markus B. (40) bekam lebenslang, Norbert K. (62) muss acht Jahre und sechs Monate hinter Gitter. 

„Wir müssen lernen, mit dieser Grausamkeit und mit einem ungerechten Urteil zu leben“, so der Vater. Vor allem die Strafe für Norbert K. wollen die Eltern nicht akzeptieren: 

„Jemand, der hinnimmt, dass ein Kind entführt wird und ein Mord vorbereitet und durchgeführt wird, darf nicht in fünf Jahren wieder unter uns sein“, sagte Uwe R. „Da ist eine Revision angemessen.“

Für Mutter Ramona (55) ist seit dem Tod ihrer Tochter an so etwas wie Alltag nicht mehr zu denken. Sie kümmert sich täglich um eine Gedenkstätte für Anneli, die direkt am Haus der Familie steht. Und einmal im Monat, immer am 13. - dem Datum der Entführung - geht sie an die Stelle, an der ihre Tochter verschleppt worden ist. 

Dort spricht sie in Gedanken mit ihrer Tochter - und immer wieder fragt sie sich auch nach dem Warum: "Wie konnte so etwas passieren? Unsere Kinder sind in einer Idylle aufgewachsen. Und dann dieses entsetzliche Verbrechen." 

Titelfoto: Ove Landgraf


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