Unglaublich: Nahles erhält bei Rückzug aus Bundestag 14 Monate lang Übergangsgeld!

Berlin - Bei einem vollständigen Rückzug aus der Bundespolitik wird die bisherige SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles nicht mittellos dastehen.

Andrea Nahles, bisherige Vorsitzende der SPD, trat kürzlich von Ihrem Parteivorsitz zurück.
Andrea Nahles, bisherige Vorsitzende der SPD, trat kürzlich von Ihrem Parteivorsitz zurück.  © dpa/Wolfgang Kumm

Im Gegenteil: Sollte sie - wie angekündigt - auch ihr Bundestagsmandat aufgeben, erhielte sie ihre Diäten von derzeit 9780 Euro 14 Monate lang weiter! Das geht aus Informationen der Bundestagsverwaltung hervor.

Ab dem 1. Juli wird die Abgeordnetenentschädigung sogar 10.083 Euro im Monat betragen. Vom zweiten Monat an werden andere Einkünfte in voller Höhe auf dieses Übergangsgeld angerechnet.

Der Hintergrund: Andrea Nahles kündigte kürzlich an, sowohl den SPD-Parteivorsitz als auch ihr Bundestagsmandat aufzugeben (TAG24 berichtete).

Mit insgesamt 18 Jahren im Bundestag und 4 Jahren als Bundesministerin hat sich Nahles auch Ansprüche auf eine Altersversorgung erworben.

Für jedes Jahr im Bundestag erhält sie eine monatliche Altersentschädigung von 2,5 Prozent der derzeitigen Abgeordnetendiäten. Das wären aktuell 45 Prozent von 9780 Euro oder künftig von 10 083 Euro, also 4401 beziehungsweise 4537 Euro monatlich.

Dazu kommt laut Bund der Steuerzahler ein Ruhegehalt aus vier Jahren Ministerzeit in etwa gleicher Höhe.

Beide Beträge könnten allerdings wegen teilweiser Anrechnung nicht einfach zusammengezählt werden.

Andrea Nahles hat angekündigt, ihre politischen Ämter aufzugeben.
Andrea Nahles hat angekündigt, ihre politischen Ämter aufzugeben.  © dpa/Michael Kappeler

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