Rechtsmediziner der Uni suchen Gelände für Verwesungs-Tests

Frankfurt am Main - Rechtsmediziner der Universität Frankfurt suchen nach einem Gelände, um die Verwesung von Leichen zu erforschen.

Der Leiter der Rechtsmedizin in Frankfurt: Prof. Marcel A. Verhoff.
Der Leiter der Rechtsmedizin in Frankfurt: Prof. Marcel A. Verhoff.  © DPA

Auf einer solchen "Bodyfarm" könnten Fundorte von Toten nachgestellt werden, etwa um Erkenntnisse für Kriminalfälle zu gewinnen, wie der Hessische Rundfunk (hr) am Montag berichtete. Es wäre die erste Anlage dieser Art in Deutschland.

Gesucht wird laut hr nach einem Gelände im Rhein-Main-Gebiet mit einer Fläche von etwa einem Hektar.

Das Grundstück soll Wald und Wiesen sowie unterschiedlich feuchte und trockene Abschnitte haben.

Es müsste zudem so geschützt sein, dass Unbefugte nicht auf das Gelände können. Die Leichen sollen von Körperspendern stammen, die sich nach ihrem Tod der Forschung zur Verfügung stellen.

In den USA gibt es laut hr solche Gelände bereits. Die größte der vier Bodyfarmen dort umfasst ein Gebiet von 12.000 Quadratkilometern.

Eine deutlich kleinere existiere in den Niederlanden. Diese wird auch von Frankfurter Rechtsmedizinern genutzt, wie der Leiter der Rechtsmedizin, Prof. Marcel A. Verhoff, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Außerdem gebe es im Münsterland ein Gelände, das im Sommer für Verwesungsversuche mit Schweinen genutzt werde.


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