Uni Hamburg ist spitze! Auszeichnung bedeutet Geldregen

Hamburg/Bonn - Großer Jubel in Hamburg: Die Stadt hat jetzt eine Exzellenzuniversität.

Die Uni Hamburg - hier das Hauptgebäude - feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. (Archivfoto)
Die Uni Hamburg - hier das Hauptgebäude - feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. (Archivfoto)  © dpa/Bodo Marks

Am Freitag fiel in Bonn die Entscheidung, dass die Hochschule der Hansestadt ebenso wie zehn weitere deutsche Universitäten diesen begehrten Titel tragen darf.

Dies teilte der Hamburger Uni-Präsident Dieter Lenzen vor der offiziellen Bekanntgabe mit. 19 Hochschulen waren in dem drei Jahre langen Bewerbungs- und Auswahlprozess übrig geblieben. Gefördert werden einzelne Unis mit jährlich 10 bis 15 Millionen Euro.

Die Namensliste wurde am Freitagnachmittag in Bonn verkündet, rund 150 Gäste verfolgten das per Live-Stream in der Universität Hamburg (UHH), darunter auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) wirkte in Bonn in der Auswahlkommission mit. Die UHH erhielt den Status einer Exzellenzuniversität zum ersten Mal. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ging leer aus.

Die UHH konkurrierte im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens mit 17 anderen Universitäten und zwei Universitätsverbünden - darunter auch zehn von elf Exzellenzunis der zu Ende gehenden Förderperiode.

Bund und Länder geben hohe Förder-Summe

Blick in einen leeren Hörsaal an der Uni Hamburg.
Blick in einen leeren Hörsaal an der Uni Hamburg.  © DPA/Ulrich Perrey

Die Förderphase beginnt im November. Bund und Länder stellen jährlich insgesamt 148 Millionen Euro bereit - zunächst bis 2026. 75 Prozent übernimmt nach Angaben des Bundesbildungsministeriums der Bund, 25 Prozent das jeweilige Bundesland.

Die Universität Hamburg hatte bei der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern im vergangenen Herbst bereits vier mit Millionensummen geförderte Exzellenzcluster - vom Bund besonders ausgestattete Forschungsvorhaben - abgeräumt.

Bei der Bewerbung um den Status Exzellenzuni mussten die Hochschulen genau darlegen, wofür sie das Geld ausgeben möchten. "Im Hamburger Antrag finden sich 24 Vorhaben, die verbindlich umgesetzt werden müssten", hatte Lenzen im Vorfeld berichtet.

Darunter seien Stipendien für Postdocs, zwei Professuren sowie die Koordination für einen Studiengang "Liberal Arts".

2004 hatte die damalige Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) die Idee ins Spiel gebracht, einen Wettbewerb unter deutschen Hochschulen zu starten, sodass die Gewinner mit viel Bundesgeld "zu international sichtbaren Leuchttürmen der Forschung" werden. 2006 wurde dann der Titel "Exzellenzuniversität" zum ersten Mal verliehen.

In der diesjährigen "Exzellenzkommission" saßen insgesamt 39 internationale Vertreter aus der Wissenschaft, außerdem die Bundesbildungsministerin und die Bildungs- und Forschungsminister der 16 Bundesländer.

Titelfoto: dpa/Bodo Marks

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