Uni Hamburg sucht Freiwillige für Galaxie-Erkundung

Hamburg - Die Universität Hamburg (UHH) ruft Interessierte dazu auf, bei der Suche nach dem Ursprung bisher unentdeckter Himmelsquellen mitzuhelfen - gebraucht werden lediglich ein Computer und gute Augen.

Die Sternwarte in Hamburg hat ein Teleskop, welches zu den größten Linsenteleskopen in Deutschland zählt.
Die Sternwarte in Hamburg hat ein Teleskop, welches zu den größten Linsenteleskopen in Deutschland zählt.  © Markus Scholz/dpa

Astronomische Vorkenntnisse würden nicht verlangt, teilte die Universität am Mittwoch mit.

Im Rahmen eines neuen Projekts war es einem Team von über 200 Forschenden gelungen, mithilfe des bisher größten je gebauten Radioteleskops eine neue Himmelskarte zu erstellen, wie die Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften an der UHH weiter mitteilte.

Nach Angaben der Uni wurden bei dem Projekt vier Millionen Signale aufgezeichnet, die größtenteils von Galaxien stammen.

Bei den Radioquellen handle es sich vor allem um sogenannte Jets, also tausende Lichtjahre lange Strahlen aus sehr heißem Gas, die von Radioteleskopen sichtbar gemacht werden können.

Mit einem Abgleich mit den optischen Himmelsaufnahmen könne man die schwarzen Löcher identifizieren, die die Radioquellen verursachen.

"Damit wir die Radioquellen den Galaxien am Himmel zuordnen können, müssen wir hunderttausende von Bildern sichten. Aufgrund der gigantischen Datenmenge schaffen wir das nicht alleine und hoffen auf die Hilfe der Öffentlichkeit", sagte Prof. Marcus Brüggen, Astrophysiker von der Universität Hamburg.

Einen Algorithmus, der besser funktioniere als das menschliche Auge, gebe es bisher nicht.

Wenn Ihr das Projekt unterstützen wollt, könnt Ihr Euch auf der Seite von Radio Galaxy Zoo: Lofar anmelden und loslegen.

Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg.
Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg.  © Ulrich Perrey/dpa

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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