Unikliniken: Verdi-Warnstreiks mit "extremen Folgen" für Patienten

Düsseldorf/Essen - Die Warnstreiks an den Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen wirken sich nach Angaben der Krankenhäuser enorm auf die Patienten aus.

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten der Uni-Kliniken.
Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Angestellten der Uni-Kliniken.  © DPA

"Wir müssen extreme Einschränkungen im Transport von Patienten und Material hinnehmen", sagte ein Sprecher der Uniklinik in Düsseldorf am Mittwochmorgen.

Das Haus wird bereits am zweiten von insgesamt drei Tagen bestreikt. Auch in Essen hat der angekündigte Warnstreik der Gewerkschaft Verdi begonnen. Sie fordert bessere Arbeitsbedingungen.

Die Gewerkschaft will einen Tarifvertrag zur Entlastung der Beschäftigten erreichen. Die Kliniken lehnen das ab. Sie verweisen darauf, dass sie keine gesonderten Verträge abschließen können. Das dürfe nur die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Deshalb seien nur Vereinbarungen unterhalb der Tarifebene möglich.

"Derzeit sind nur neun von 30 Operationssälen in Betrieb", sagte der Düsseldorfer Kliniksprecher. Die Notfälle könnten zwar behandelt werden. "Aber alles, was verschoben werden kann, wird auch verschoben."

Gerade für Eltern kleiner Kinder sei dies schwer zu ertragen. Nach seinen Angaben streiken zwischen 250 und 280 von insgesamt 8000 Mitarbeitern.

In dem Arbeitskampf könnte bald auch langfristig gestreikt werden. Die Beschäftigten können darüber noch bis Freitag in einer Urabstimmung bestimmen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


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