Understatement oder eiserner Realismus? Abstieg von Union "wäre das Normale"

Berlin - Die Außenseiterrolle ist für Aufsteiger 1. FC Union Berlin in der ersten Saison in der Fußball-Bundesliga kein Problem.

Oliver Ruhnert ist seit Mai 2018 Sportchef von Union Berlin.
Oliver Ruhnert ist seit Mai 2018 Sportchef von Union Berlin.  © DPA

"Klar ist doch: Wir können nur überraschen. Der Abstieg wäre das Normale", sagte Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball bei den Köpenickern, der "Bild"-Zeitung.

Gemeinsam mit Trainer Urs Fischer stellt der 46-Jährige momentan den Kader zusammen, ehe Ende des Monats der Trainingsstart erfolgt.

"Wir suchen den Erfahrenen, brauchen aber auch den Neuling, der in die Bundesliga will. Wir benötigen Unbekümmertheit, Tempo, gleichzeitig auch Stabilität", sagte Ruhnert: "Wir sind überzeugt davon, dass uns diese Mischung mindestens auf Platz 15 führen kann."

Apropos Erfahrung: Marvin Bakalorz, der 85 Erstliga-Spiele aufweisen kann, wird wohl nicht zu den Eisernen wechseln. Der Ex-Kapitän von Hannover 96 steht unmittelbar vor einem Wechsel in die zweite Bundesliga und wird sich sehr wahrscheinlich dem Hamburger SV anschließen.

Vorbild in der kommenden Spielzeit soll Fortuna Düsseldorf sein, das als Abstiegskandidat in der Vorsaison trotzdem den Ligaverbleib schaffte.

"Wir haben schon verfolgt, wie sie das gemacht haben", sagte Ruhnert, merkte aber auch an: "Wichtig ist, dass wir unseren eigenen Weg gehen müssen. Eines muss man wissen: Es ist eine andere Liga. Man braucht viele Punkte, in der Regel 36 bis 40."

Der 1. FC Union Berlin setzte sich in der Bundesliga-Relegation gegen den VfB Stuttgart durch.
Der 1. FC Union Berlin setzte sich in der Bundesliga-Relegation gegen den VfB Stuttgart durch.  © DPA

Mehr zum Thema 1. FC Union Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0