Keine Zeit zu weinen: Union geht als klarer Außenseiter in die Relegation!

Berlin - Es hätte so schön sein können! Der 1. FC Union steht nach dem unnötigen Unentschieden in Bochum (noch) mit leeren Händen da und konnte nicht, wie erhofft, den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga feiern. Nun müssen die Eisernen in der Relegation gegen den favorisierten VfB Stuttgart ran.

Trauer statt großer Freude: Der 1. FC Union konnte nicht direkt in die Bundesliga aufsteigen.
Trauer statt großer Freude: Der 1. FC Union konnte nicht direkt in die Bundesliga aufsteigen.  © DPA

Der Himmel weinte, die Mannschaft trauerte und die Fans feierten ihren Verein, der gerade einer der größten Chancen auf die Bundesliga liegen ließ.

Trainer Urs Fischer: "Es ist sehr schwierig die richtigen Worte zu finden. Im Moment herrscht bei mir eine große Leere."

Diese Leere spiegelte sich in den Gesichtern seiner Spieler wider. Nicht vorstellbar, was in Bochum los gewesen wäre, hätte Union ihr zwischenzeitliches Comeback mit dem goldenen Treffer veredelt, den Suleiman Abdullahi (90+6. Minute) auf dem Fuß hatte.

"Leider ist Fußball kein Wunschkonzert. Die Mannschaft hat sich toll zurück ins Spiel gekämpft, wir waren dem 3:2 sehr nahe. Am Schluss hat es leider nicht gereicht", resümierte Coach Fischer.

Nun durfte der SC Paderborn den heißersehnten Aufstieg feiern, kann direkt für die Bundesliga planen und vermeidet die allseits ungeliebte Relegation. Fischer sieht in den zwei Endspielen um die sportliche Zukunft eine Chance. "Jetzt liegt eine neue, große Herausforderung vor uns – und die werden wir natürlich annehmen."

Joshua Mees und Sebastian Polter werden nach dem Spiel von ihren Fans aufgemuntert.
Joshua Mees und Sebastian Polter werden nach dem Spiel von ihren Fans aufgemuntert.  © DPA

In der Relegation wartet der große favorisierte VfB Stuttgart, der viel zu verlieren hat. Union, Außenseiter, kann eigentlich befreit in den Kampf ziehen, ist die "abgelaufene" Saison, doch die beste, die sie je gespielt hat.

"Wir werden schauen, wie wir mit unserer Rolle zurechtkommen", bewertete Fischer.

In Stuttgart hat man viel Respekt vor der Leistung der Köpenicker.

"Ich erwarte zwei hart umkämpfte Spiele gegen einen starken Gegner", sagte VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger am Sonntag.

"Union Berlin hat eine sehr gute Saison in der 2. Liga gespielt und mit sehr kompakten und disziplinierten Leistungen überzeugt", erklärte Stuttgarts Hoffnungsträger, der eine katastrophale Saison nicht im völligen Chaos enden lassen will.

Das Hinspiel findet am Donnerstag (20.30 Uhr) beim VfB statt. Bevor dann in der alten Försterei der Relegations-Showdown steigt. Mit dem Rückspiel in Berlin (Mo., 20:30 Uhr) sorgen die Akteure für den emotionalen Schlusspunkt einer Saison, die für Union historisch werden kann.

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