Trotz Staplerblockade in Chemnitz: Westfirma räumt die Union aus!

Chemnitz - Am Dienstagabend sollte ein Messtisch aus Stein aus der Union-Halle geholt werden. Dieser Tisch soll an einen westdeutschen Standort gebracht werden. Die Mitarbeiter wehrten sich und stellten einen Gabelstapler zur Blockade auf.

Was für ein Bild! Der weiße LKW soll einen Messtisch aus Stein in eine westdeutsche Filiale der Union bringen. Die Mitarbeiter blockieren ihn mit einem Stapler.
Was für ein Bild! Der weiße LKW soll einen Messtisch aus Stein in eine westdeutsche Filiale der Union bringen. Die Mitarbeiter blockieren ihn mit einem Stapler.  © privat

Ein Lkw soll einen Messtisch aus Stein in eine westdeutsche Filiale der Union bringen. Der Grund: Im November will der Besitzer, die Herkules-Gruppe in Siegen, den Standort schließen, 100 Mitarbeiter auf die Straße setzen. Damit schließt die älteste Maschinenbaufirma von Chemnitz.

Die Mitarbeiter wollen das verhindern und stellten daher einen Gabelstapler in den Weg. Der soll den Ausgang blockieren, damit der LKW nicht mit dem Messtisch abfahren kann. Die Geschäftsführung droht nun den Stapler mit einem Hallenkran zu entfernen.

Ein Mitarbeiter der Union sagte gegenüber TAG24: "Wir sind verbittert, dass alle bisherigen Anstrengungen der Belegschaft noch nicht fruchten. Immerhin handelt es sich um die älteste Maschienenfabrik der Stadt."

Mitte September protestierten - im Beisein von OB Barbara Ludwig (57, SPD) - knapp 80 Unioner bei der 167. Geburtstagsfeier der Union.

Das Gebäude des Chemnitzer Werkzeugmaschinenbauers Union.
Das Gebäude des Chemnitzer Werkzeugmaschinenbauers Union.  © dpa/Jan Woitas

Update, 19.40 Uhr: Mittlerweile blockieren Mitarbeiter mit ihren Autos die Einfahrt der Union, damit der LKW das Werksgelände nicht verlassen kann.

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Update, 20.10 Uhr: Die Geschäftsführung forderte die Mitarbeiter auf, das Tor zu räumen. Sie folgten, der Laster fuhr weg.

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