Union muss "Magath-Kader" ausdünnen: Zweitligist baggert an Marcel Hartel

Berlin - Im ersten Testspiel der Bundesliga-Saison schlug der 1. FC Union den dänischen Spitzenclub Bröndby IF. Trainer Urs Fischer konnte durch den prall gefüllten Kader zwei komplette Teams auflaufen lassen. Doch die Größe der Mannschaft wird nun zur problematischen Belastungsprobe.

Stürmer Sebastian Polter bejubelt mit Marcel Hartel den Führungstreffer im Testspiel gegen Bröndby IF.
Stürmer Sebastian Polter bejubelt mit Marcel Hartel den Führungstreffer im Testspiel gegen Bröndby IF.

Stürmer Sebastian Polter fühlt sich durch den aktuell großen Kader von Aufsteiger 1. FC Union Berlin an seine Zeit beim VfL Wolfsburg erinnert. "Ich hatte es schon mal bei Felix Magath so ähnlich, wo es relativ viele Spieler waren", sagte der 28-Jährige nach dem 2:1 im ersten Testspiel gegen Bröndby IF.

"Am Ende wurden die Spieler rausgepickt, die die Qualität haben, Erste Bundesliga zu spielen. Vielleicht ist es auch so, dass wir am Ende der Vorbereitung einen Kader von 26, 27 Spielern haben."

Unter Magath, der in der Rolle als Wölfe-Geschäftsführer zahlreiche Transfers tätigte, war Polter 2011 zu seinem Bundesligadebüt gekommen.

Nach der Verpflichtung von zwölf Neuzugängen mit prominenten Namen wie Neven Subotic und Christian Gentner gehören derzeit 35 Spieler zum Profikader von Union.

"In der Ersten Liga gehört viel Qualität dazu, da muss man sehen, dass man sich durch den Konkurrenzkampf individuell steigern kann, dem muss sich jeder stellen", sagte Polter. "Ich kann nur besser werden, wenn Konkurrenz da ist, wenn man daraus Kräfte ziehen kann." Ein großer Kader sei notwendig. "Es wird jeden individuell nur stärker machen", sagte der Angreifer.

Der Konkurrenz aus dem Weg gehen wird mit großer Wahrscheinlichkeit Marcel Hartel. Der schnelle Flügelspieler wird von zahlreichen Zweitligisten beobachtet.

Nach Informationen der B.Z. soll der 1. FC Heidenheim starkes Interesse an Hartel haben, der noch einen Vertrag bis 2020 besitzt. Kurios: Der Ex-Kölner könnte in Heidenheim Union-Neuzugang Robert Andrich ersetzen, der erst kürzlich nach Berlin wechselte.

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