Unions Fischer: "Vielleicht hätten unsere Fans zwei Minuten länger schweigen müssen"

Berlin - Die Bundesliga-Premiere des 1. FC Union Berlin fiel ordentlich ins Wasser! Gegen favorisierte Bullen aus Leipzig zahlten die Eisernen ordentlich Lehrgeld, wussten dennoch die Niederlage gut einzuordnen.

Urs Fischer stieg mit dem 1. FC Union in die Bundesliga auf.
Urs Fischer stieg mit dem 1. FC Union in die Bundesliga auf.  © dpa/Britta Pedersen

Während der eiserne Anhang auch noch Minuten nach der herben 0:4-Niederlage feierte, trat ein sichtlich nachdenklicher Urs Fischer vor das Mikro von "Sky". Die gezeigten 90 Minuten seiner Mannschaft enttäuschten den besonnenen Schweizer phasenweise.

Die Bundesliga-Premiere hatte er sich anders vorgestellt und kommentierte: "Wir sind hart auf den Boden gelandet, aber es hat auch seine Gründe." Besonders im ersten Durchgang lud die Fischer-Elf zum munteren Scheibenschießen im eisernen Strafraum.

"Wenn du solche Geschenke machst, wie wir in der ersten Hälfte, musst du dich auch nicht wundern, wenn es zum Schluss 4:0 steht", so Unions Trainer bei "Sky". Fischer fehlte in den Zweikämpfen die nötige Konsequenz, Entschlossenheit und Aggressivität.

Nicht nur der Coach hatte an diesem besonderen Fußballabend auf den Anbruch der sechzehnten Spielminute gefreut, in der Unions Anhang das Schweigen brach und das Stadion an der Alten Försterei zum stimmungsvollen Tollhaus entwickelte.

Besonders kurios: Mit dem Zeitpunkt des eisernen Einheizens begann die schlechteste Phase der Unioner, die mit drei Gegentoren noch in Halbzeit eins bestraft wurde. Fischer: "Das Spiel hätte auch höher ausgehen können. Solche Dinge dürfen in der Zukunft nicht passieren, daran arbeiten wir."

Fischer bewies bei den Kollegen von Sky Galgenhumor: "Vielleicht hätten die Fans noch zwei Minuten länger schweigen sollen, dann wäre das Tor vielleicht nicht geschehen." Spaß beiseite, für Union beginnt mit dem ersten Spieltag der harte Kampf um den Klassenerhalt. "Es liegt an uns, wie schnell wir uns in der Liga zurechtfinden", bewertet Fischer.

Für den 1. FC Union geht das Abenteuer in der nächsten Woche beim FC Augsburg weiter. Die Fuggerstädter holten sich am ersten Spieltag eine ähnlich hohe Klatsche ab. Gegner war Borussia Dortmund, die eine Woche später nach Berlin-Köpenick reisen müssen.

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