Kunden um 7,6 Mio. Euro geprellt? fluege.de-Chefs sollen aussagen

Mehr als 87.000 Kunden der Unister-Flugportale wie fluege.de sollen Preisvorteile bei der Buchung vorenthalten worden sein. Dadurch sei ein Gesamtschaden von mehr als 7,6 Millionen Euro entstanden.
Mehr als 87.000 Kunden der Unister-Flugportale wie fluege.de sollen Preisvorteile bei der Buchung vorenthalten worden sein. Dadurch sei ein Gesamtschaden von mehr als 7,6 Millionen Euro entstanden.  © DPA

Leipzig - Im Betrugsprozess gegen ehemalige Manager des pleitegegangenen Internetunternehmens Unister werden am Dienstag (ab 13.00 Uhr) die Plädoyers der Staatsanwaltschaft erwartet.

Zuvor werde der Richter noch über einige Beweisanträge entscheiden, sagte ein Sprecher des Leipziger Landgerichts.

Angeklagt sind zwei ehemalige Manager der insolventen Firma, die unter anderem die Reiseportale fluege.de oder ab-in-den-urlaub.de betrieben hatte. Den Männern werden unerlaubte Versicherungsgeschäfte, Steuerhinterziehung und Betrug vorgeworfen.

Konkret geht es unter anderem um das "Runterbuchen". Kunden zahlten einen auf der Webseite angezeigten Preis. Unister erzielte hinter den Kulissen günstigere Konditionen und behielt die Differenz ein.

Gegen einen dritten Angeklagten wurde das Verfahren mittlerweile eingestellt. Er hatte eine Geldauflage von 20.000 Euro gezahlt. Unister hatte 2016 Insolvenz angemeldet.

Der größte Teil des Geschäfts wurde inzwischen an verschiedene Investoren verkauft.


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