Nach blutiger Schlägerei: Uni Bielefeld verhängt von nun an drastische Strafen

An der Uni Bielefeld fand der Vorfall statt.
An der Uni Bielefeld fand der Vorfall statt.

Bielefeld - Nachdem es im November 2017 an der Uni Bielefeld zu einem handfesten Streit zwischen Türken und Kurden kam (TAG24 berichtete), verschärft die Universitätsleitung nun seine Gangart mit politisch radikalen Gruppen.

Sollte es zu weiteren Vorfällen dieser Art kommen, könnte den betreffen Hochschulgruppen und deren Studenten ein Hausverbot, die Aberkennung des Studentenstatus und deren Rechte sowie Exmatrikulation drohen.

Anlass über drastischere Strafen nachzudenken, war die Prügelei in einem Hörsaal am 21. November vergangenen Jahres. Die Erdogan-Nahe Gruppierung "KulTürk" hatte einen Redner eingeladen, der bereits zuvor in den sozialen Netzwerken mit antisemitischen und antifreiheitlichen Texten aufgefallen war.

Kurdische Gegen-Demonstranten stürmten daraufhin den Hörsaal und es kam sowohl zu verbalen als auch körperlichen Attacken. Eine Anzeige wurde erstattet.

Am 21. November 2017 prügelten sich Kurden und Türken in einem Hörsaal.
Am 21. November 2017 prügelten sich Kurden und Türken in einem Hörsaal.

Schon im Vorfeld erklärten Studenten gegenüber dem Rektorat, dass sie aufgrund des Konflikts in der Türkei zwischen Kurden und Türken an der Uni bedroht worden seien.

So hätten kurdische Studenten und Hochschulgruppen Werbung für die verbotene PKK gemacht.

Die Universität erklärte nun, dass sie konsequent gegen solche Gruppierungen vorgehen und Symbole aus diesem Spektrum in der Hochschule entfernen werde. Sollte dagegen verstoßen werden, würde sofort die Polizei eingeschaltet.

Auch das Rektorat warnte die "KulTürk"-Gruppe indirekt, da sie die Einstufung der Massenvernichtung von Armeniern im Osmanischen Reich als Genozid nicht akzeptieren.

Die Uni-Leitung um Rektor Gerhard Sagerer erklärte laut Informationen der Neuen Westfälischen dazu, dass es sich "deutlich distanziert von Positionen, die geschichtliche Tatsachen leugnen, die menschenverachtend, gewaltverherrlichend oder sexistisch sind."


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