Uni Leipzig wird Millionenbetrag gestrichen

Die Universität Leipzig muss in den nächsten drei Jahren auf über 3,3 Millionen Euro verzichten. (Archivbild)
Die Universität Leipzig muss in den nächsten drei Jahren auf über 3,3 Millionen Euro verzichten. (Archivbild)  © Ralf Seegers

Leipzig - Bittere Pille für die Universität Leipzig: Die Alma Mater verliert in den nächsten drei Jahren über 3,3 Millionen Euro. Das sächsische Wissenschaftsministerium streicht die Gelder wegen nicht erfüllter Zielvereinbarungen in den Jahren 2014 bis 2016.

Das geht aus einer Antwort von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (60, SPD) auf eine Ausschussanfrage der Grünen-Abgeordneten Claudia Maicher (39, Grüne) hervor.

Laut Maicher wurde dies mittlerweile durch eine Antwort auf eine Anfrage der Linken-Landtagsfraktion bestätigt.

"Ausgerechnet die Zielvereinbarungen in den wichtigen Bereichen Gleichstellung und Profilbildung wurden gar nicht bzw. nur zu 75 Prozent erfüllt", so die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen, Maicher. "Das hat für die Universität gravierende Folgen."

In Leipzig muss nicht nur die Universität in den nächsten drei Jahren mit weniger Geld auskommen.

  • So verliert die HTWK Leipzig wegen nicht erreichter Ziele in den Bereichen Gleichstellung und Wissensvermittlung 516.000 Euro (von ursprünglich 5,2 Millionen Euro).
  • Die Hochschule für Musik und Theater (HMT) muss ebenfalls auf mehr als eine halbe Million Euro verzichten (von ursprünglich 2,4 Millionen Euro.
  • Die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) verliert 173.000 Euro (von ursprünglich 1,1 Millionen Euro). Hier bemängelte das Wissenschaftsministerium fehlende Zielerreichung bei Wissensgenerierung und Wissensermittlung.

Die Zielvereinbarungen werden zwischen dem Wissenschaftsministerium und der jeweiligen Hochschule ausgehandelt. Doch um Verhandlungen auf Augenhöhe handele es sich keineswegs, kritisieren die Grünen.

"Die Ziele werden zwar zwischen Hochschulen und Staatsministerium verhandelt. Kommt es aber zu keiner Einigung, entscheidet allein das Ministerium", erklärt Maicher. "Eine unmögliche Erpressungssituation, bei der die Hochschulen gar keine andere Wahl hatten, als den Zielen zuzustimmen, die sie jetzt nicht erreichen konnten."

Die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion fordert, die gesetzlichen Regelungen zu den Zielvereinbarungen zu korrigieren.

Titelfoto: Ralf Seegers


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