Hetz-Professor ätzt gegen Ausländer: Jetzt droht ihm Zoff mit der Uni

Gegen den Jura-Professor Thomas Rauscher (62) werden keine dienstrechtlichen Schritte eingeleitet.
Gegen den Jura-Professor Thomas Rauscher (62) werden keine dienstrechtlichen Schritte eingeleitet.

Leipzig - Skandal an der Universität Leipzig! Der Jura-Professor Thomas Rauscher (62) äußerte sich auf Twitter erneut auf rassistische Art und Weise gegenüber Araber und Afrikaner.

Der 62-Jährige Direktor des Instituts für ausländisches und europäisches Privat- und Verfahrensrecht schrieb am Montag auf Twitter:

"Polen: 'Ein weißes Europa brüderlicher Nationen'. Für mich ist das ein wunderbares Ziel!" Diese Äußerung übertraf Thomas Rauscher nur wenige Stunden später mit einem weiteren Post.

"Wir schulden den Afrikanern und Arabern nichts. Sie haben ihre Kontinente durch Korruption, Schlendrian, ungehemmte Vermehrung und Stammes- und Religionskriege zerstört und nehmen uns nun weg, was wir mit Fleiß aufgebaut haben", hieß es am Montag.

Professor Rauscher, der seit 1993 an der sächsischen Uni lehrt, gilt bei den Leipziger Studenten schon seit Jahren als Hetzer gegen Flüchtlinge und Muslime. Für manche seiner Schützlinge ein Grund, die Vorlesungen bei ihm ausfallen zu lassen, wie TAG24 aus internen Quellen erfuhr.

Nicht wenige Leipziger Jura-Studenten meiden die Vorlesungen von Professor Rauscher.
Nicht wenige Leipziger Jura-Studenten meiden die Vorlesungen von Professor Rauscher.  © DPA

In den letzten Jahren äußerte sich der Prof bereits mehrfach negativ in Bezug auf Zuwanderer.

Im Januar 2016 twitterte er zum Beispiel: "Es gibt keinen friedlichen Islam. Dschihad ist der Auftrag dieser Leute. Deutschland wir sich mit dem wohlmeinenden Irrtum selbst zerstören."

Wie kann es sein, dass jemand, der seit langem aktiv gegen Zuwanderung und Integration hetzt, tagtäglich vor hunderten jungen Studenten Unterricht geben darf? Die Universität Leipzig äußerte sich jetzt zu den Äußerungen des wohl unbeliebtesten Professors der Stadt.

"Die Universität Leipzig verurteilt die neuerlichen Äußerungen von Prof. Rauscher ausdrücklich. Wir stehen für Weltoffenheit und Toleranz und stellen uns gegen intolerantes und fremdenfeindliches Gedankengut. Das haben wir in den vergangenen Jahren durch Statements und universitäre Aktionen immer wieder deutlich gemacht und werden das auch in Zukunft tun", heißt es auf der Webseite der Universität.

Weiter verspricht die Alma Mater: "Wir werden nun Untersuchungen einleiten und dienstrechtliche Schritte gegen Herrn Prof. Rauscher prüfen." Wird der Hetz-Prof jetzt ein für allemal vor die Tür gesetzt?

Thomas Rauscher hat sein Twitter-Profil indes gelöscht. Doch dieser Zug kam zu spät. Seine letzten Worte auf der öffentlichen Plattform könnten ihm nun den Job kosten.


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