Unwetter im Norden: Überflutungen, Feuerwehreinsätze und Konzerte auf der Kippe!

Hamburg - Über Norddeutschland ist am Samstagvormittag ein Unwetter mit Gewittern und starken Böen hinweggezogen.

Das kurze, kräftige Gewitter zog am Samstag über den Westen von Hamburg und sorgte für überflutete Straßen, Keller und Unterführungen.
Das kurze, kräftige Gewitter zog am Samstag über den Westen von Hamburg und sorgte für überflutete Straßen, Keller und Unterführungen.  © Blaulicht-News.de

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor extremen Gewittern in weiten Teilen Norddeutschlands gewarnt.

In Hamburg müsse man sich tagsüber auch weiterhin auf heftigen Starkregen, schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h sowie Hagel mit Korngrößen von bis zu 4 cm einstellen, hieß es in der amtlichen Unwetterwarnung am frühen Morgen.

Am heftigsten traf es nach ersten Erkenntnissen den Kreis Herzogtum Lauenburg, wo das Lagezentrum allein 17 Einsätze bis 10 Uhr meldete, darunter hoch gedrückte Gullydeckel und einen Blitzeinschlag in Müssen. Hier wurde ein Giebel beschädigt.

Auch in Lübeck gab es mehrere Einsätze. Die Einsatzkräfte mussten etwa wegen einer unter Wasser stehenden Tiefgarage und unter Wasser stehenden Straße ausrücken. In Flensburg musste die Feuerwehr lediglich wegen eines umgestürzten Baums ausrücken.

Im übrigen Schleswig-Holstein blieb es nach Angaben der Leitstellen glücklicherweise aber eher ruhig.

Open-Air-Konzert von Mark Foster steht kurz vor Absage

Mark Forster.
Mark Forster.  © DPA

In Hamburg zog das Unwetter zunächst vorbei, ohne größere Schäden zu hinterlassen und in Mecklenburg-Vorpommern zunächst keine größeren Schäden.

Trotzdem bibbern Fans um das Open-Air-Konzert von Mark Forster am Samstagabend im Rostocker Iga-Park. Einem Bericht der "Ostsee-Zeitung" steht die Musikveranstaltung auf der Kippe.

Der Grund: Die Gewitter sind zum Teil auch über Mecklenburg und die Hansestadt Rostock hinweggezogen.

Dem Bericht zufolge hatten 11.000 Fans bereits Tickets für das Konzert gekauft. Die Entscheidung, ob der Auftritt stattfinden kann, soll wird angeblich am Nachmittag fallen.

Die Gefahr von Unwetter dauere nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes für den Nordosten von Niedersachsen bis nach Hamburg den Tag über an.

Neben Kreisherzogtum Lauenburg auch nördliches Niedersachsen betroffen

Vollgelaufene Keller und überlaufende Gullis: Im Südosten von Hamburg, bei Geesthacht und Dassendorf (Kreis Herzogtum Lauenburg), fiel besonders viel Regen.
Vollgelaufene Keller und überlaufende Gullis: Im Südosten von Hamburg, bei Geesthacht und Dassendorf (Kreis Herzogtum Lauenburg), fiel besonders viel Regen.  © René Schröder

Das Gewitter mit heftigem Regen und Hagel waren in der Nacht zum Samstag auch über dem Weserbergland und dem Raum Hannover besonders heftig niedergegangen.

Für die Feuerwehr bedeutete dies Dutzende Einsätze, weil Keller vollliefen, Straßen unter Schlamm oder Wasser standen.

Im Kreis Hildesheim schlugen zudem Hagelkörner bis zu sechs Zentimeter Dicke ein, wie Einsatzleiter Michael Buuß von der örtlichen Feuerwehr sagte. Der Hagel beschädigte Autos und Carports.

Außerdem hieß es: "Wir haben einige vollgelaufene Keller."

Der Regen in Niedersachsen schwemmte zudem Erde von den Äckern auf mehrere Straßen, die gesperrt werden mussten.

Update, 17.52 Uhr: Konzert findet statt

Die Fans können aufatmen! Das für den Abend geplante Open-Air-Konzert von Mark Forster im Rostocker Iga-Park kann stattfinden. Am späten Nachmittag gab die Polizei per Twitter grünes Licht. "OpenAir2019 Saison in Rostock geht weiter (...) Auf ein stimmungsvolles Konzert mit #MarkForster!".

Zur Mittagszeit hatte Pressesprecherin Dörte Lembke von der Polizeiinspektion Rostock bereits eine erste Entwarnung geben können. "Der Wettergott scheint auf unserer Seite zu sein. Im Moment sieht es so aus, als würde das Gewitter abziehen und das Konzert wie geplant stattfinden", sagte sie.

In der Zwischenzeit würden die Aufbauarbeiten auf dem Konzertgelände in Schmarl wie geplant fortgesetzt. "Wir gucken natürlich stündlich, wie sich die Lage entwickelt und halten Absprache mit dem Veranstalter", so Lembke.

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