Schatz in uraltem Grab entdeckt: Archäologen machen sensationellen Fund

München - Archäologen haben bei Ausgrabungen in Schwaben ein seltenes Reitergrab mit kostbaren Beigaben und Hinweise auf eine bislang unbekannte römische Siedlung gefunden.

Ruth Sandner vom bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hält bei einer Pressekonferenz ein Gefäß aus Bronze aus einem Reitergrab in den Händen.
Ruth Sandner vom bayerischen Landesamt für Denkmalpflege hält bei einer Pressekonferenz ein Gefäß aus Bronze aus einem Reitergrab in den Händen.  © Sven Hoppe/dpa

Wie die Experten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege am Montag in München berichteten, wurden in dem in Nordendorf (Landkreis Augsburg) entdeckten, schätzungsweise 1300 bis 1500 Jahre alten >>Grab eines Reiterkriegers Waffen, ein Schild und ein Pferdegeschirr entdeckt.

Der erwachsene Mann wurde neben einem Pferd beigesetzt.

Das Besondere an der Reiterbestattung ist, dass das Grab nicht von Grabräubern geplündert wurde, wie dies sonst oft im Frühmittelalter geschah.

"Interessant sind auch drei unverzierte Goldblattkreuze im Grab", sagte Bayerns Generalkonservator Mathias Pfeil. "Neben dem reinen materiellen Wert sind sie ein Zeichen der fortschreitenden Christianisierung", erläuterte der Chef des Landesamtes.

In einem weiteren Grab entdeckten die Wissenschaftler Hinweise auf eine römische Siedlung in der Gegend. Denn das Grab war mit dem Schutt römischer Gebäude verfüllt.

Die Archäologen glauben, dass es deswegen in der Nähe eine römische Bebauung gegeben haben muss. Solch eine Besiedlung sei aber dort bislang nicht bekannt.

Mitarbeiter vom bayerischen Landesamt für Denkmalpflege halten bei einer Pressekonferenz zwei Goldblattkreuze aus einem Reitergrab in den Händen.
Mitarbeiter vom bayerischen Landesamt für Denkmalpflege halten bei einer Pressekonferenz zwei Goldblattkreuze aus einem Reitergrab in den Händen.  © Sven Hoppe/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0