Obst und Gemüse für alle aus der Bielefelder City?

Bald könnte es nicht nur öffentliche Apfelbäume in Bielefelds Innenstadt geben.
Bald könnte es nicht nur öffentliche Apfelbäume in Bielefelds Innenstadt geben.  © Pixabay

Bielefeld - Mit Innenstädten verbindet man Verkehr, Abgase, Fußgängerzonen, Geschäfte und Menschenmassen. Das ist in Bielefeld nicht anders. Dort will man jetzt allerdings Nutzgehölze im Stadtquartier fördern.

Mit andere Worten: Obst und Gemüse soll in der City angebaut werden. So kann sich jeder nach Lust und Laune Äpfel, Nüsse oder Birnen pflücken und Möhren, Radieschen oder Zwiebeln zupfen.

"Urban Gardening", also städtischer Gartenbau, heißt das Stichwort. In anderen Großstädten ist dieser Trend längst angekommen. Und auch in Bielefeld gab es laut der Neuen Westfälischen bereits einen ersten innerstädtischen Gemüsegarten.

Der musste allerdings weichen, als auf dem Neumarkt Hotels gebaut wurden. Seitdem befindet sich der Korpelli-Garten in der Nähe des Tönsplatzes an der Heeper Straße. 

Jetzt sollen noch mehr Gärten her. Gefördert wird das Vorhaben - wie passend - von der sogenannten Paprika-Koalition. Dahinter stecken SPD, Grüne, Bürgernähe und Piraten. Seit einem Jahr erarbeiten die Parteien bereits einen Plan.

Mit dem "Urban Gardening" soll auch "ein identitätsstiftender Charakter" geschaffen werden, sagen Ulrich Gödde (SPD), Claudia Heidsiek (Grüne) und Michael Gugat (Pirat) bei einer Pressekonferenz. Wann es tatsächlich mehr solcher Gärten gibt, ist noch nicht klar.

Aber wer jetzt schon Lust bekommen hat: Auf mundraub.org wird schon seit Längerem gezeigt, wo beispielsweise öffentliche Obstbäume stehen, an denen sich jeder bedienen kann. Nutzer können sowohl Bäume finden als auch welche eintragen, die sie selbst entdeckt haben.

Titelfoto: Pixabay


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