Arbeitnehmern werden 2020 Feiertage "geklaut": Kommen die Ausgleichstage?

Deutschland - Bei vielen Arbeitnehmern laufen die Planungen für den Urlaub 2020 auf Hochtouren. Doch mit den Feiertagen und den dazugehörigen Brückentagen sieht es nächstes Jahr ungünstig aus.

Die Urlaubsplanung für nächstes Jahr steht an.
Die Urlaubsplanung für nächstes Jahr steht an.  © 123RF/Darya Petrenko

Denn beispielsweise fällt der Tag der Deutschen Einheit (3.10.) auf einen Samstag, ebenso wie der zweite Weihnachtsfeiertag.

Der Reformationstag (31.10.), der in neun Bundesländern gilt, fällt auf einen Samstag. Einen Tag später ist in fünf Bundesländern Allerheiligen - ein Sonntag.

Hinzu kommen Mariä Himmelfahrt (15.8.) für Bayern und das Saarland. Auch hier fällt der Feiertag auf einen Samstag. Der neu eingeführte Frauentag (8.3.) in Berlin fällt auf Sonntag.

Das Reiseportal Travelcircus hat deswegen eine Petition ins Leben gerufen. Für die Feiertage, die sozusagen "umsonst" Feiertage sind, soll es einen Ausgleichstag geben.

"Ein zusätzlicher Feiertag wäre nicht nur sinnvoll für Ihre persönliche Work-Life-Balance, sondern trägt darüber hinaus zum Allgemeinwohl bei", heißt es in der Petition, die >> hier unterzeichnet werden kann. 50.000 Unterschriften sollen gesammelt werden.

In anderen Ländern gibt es diese Regel bereits. Unsere Nachbarn in Belgien haben bereits Ausgleichsfeiertage, ebenso wie Großbritannien oder Irland. Ob und wann es hierzulande so weit sein wird, steht in den Sternen.

Dennoch: Auch 2020 können Arbeitgeber wieder jede Menge Brückentage sinnvoll nutzen, um das Maximum ihres Urlaubs herauszuholen. Spitzenreiter ist Sachsen. Dort könnten mit 31 eingereichten Urlaubstagen 68 rausgeschlagen werden.


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