Urteil gegen Messer-Mörder von vierfacher Mutter gefallen

Hamburg - Nach dem gewaltsamen Tod einer vierfachen Mutter ist der Täter am Donnerstag wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht kurz vor Prozessbeginn hinter einem Aktenordner.
Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht kurz vor Prozessbeginn hinter einem Aktenordner.  © dpa/Christian Charisius

Auf die Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld und damit Sicherheitsverwahrung verzichtete die Strafkammer des Landgerichts Hamburg.

Der 50-jährige Deutsche hatte im Dezember 2018 seine von ihm getrennt lebende Frau mit Schlägen und etwa 50 Messerstichen umgebracht.

Zunächst war er wegen Totschlags angeklagt, doch erkannte das Gericht im Urteil die Merkmale des Mordes.

"Die Tötungsabsicht lag vor, er wollte seine Frau umbringen", sagte die Vorsitzende Richterin der Kammer. "Es war die Umsetzung einer gedanklich lange geplanten Tat."

Mit dem Urteil entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte eine maximal zehn Jahre lange Haftstrafe wegen Totschlags gefordert. Der Mann hatte seine Tat vor Gericht gestanden. Seine Frau habe ihn zuvor verbal provoziert und dann habe er die Kontrolle verloren.

Die Afrikanerin hinterlässt vier Kinder, zwei davon hatte sie mit dem Angeklagten. Im Sommer 2017 hatte sich die Frau von dem Hamburger getrennt, ihm den Kontakt zu den Kindern aber weiterhin gestattet. Auch am Tattag hatte sie ihren ehemaligen Partner selbst in die Wohnung gelassen.

Das Landgericht Hamburg verurteilte den 50-Jährigen (links) zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
Das Landgericht Hamburg verurteilte den 50-Jährigen (links) zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.  © dpa/Christian Charisius

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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