Nach 13 Monaten Prozess: Heute fällt das Urteil gegen die Gold-Münzen-Räuber

Berlin - Knapp drei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wird am Donnerstag (9.30 Uhr) das Urteil erwartet.

Einer der Angeklagten kommt unter großen Medieninteresse zum Prozess.
Einer der Angeklagten kommt unter großen Medieninteresse zum Prozess.  © DPA

In dem Prozess am Landgericht in der Hauptstadt müssen sich seit rund 13 Monaten vier junge Männer verantworten.

Die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von fünf bis sieben Jahren wegen gemeinschaftlichen Diebstahls im besonders schweren Fall gefordert. Die Angeklagten seien professionell, gezielt und gut informiert vorgegangen.

Die Verteidiger der Männer im Alter zwischen 21 und 25 Jahren verlangten Freispruch. In dem letzten Plädoyer der Verteidigung erklärte einer der Anwälte des damaligen Wachmanns, die Ermittlungsbehörden hätten sich sehr schnell auf eine These festgelegt.

Diese habe "ja auch so gut zum Thema Clankriminalität gepasst". Doch die Finanzermittlungen hätten keine Ergebnisse gebracht, die einen Verdacht gegen seinen Mandanten begründen würden.

Die riesige Münze "Big Maple Leaf" mit einem damaligen Wert von 3,75 Millionen Euro ist bis heute verschwunden. Ermittler gehen davon aus, dass die Goldplatte zerstückelt und verkauft wurde. In der Nacht zum 27. März 2017 sollen drei der deutschen Angeklagten, die zu einer arabischstämmigen Familie gehören, über ein Fenster in das Museum eingestiegen sein.

Die beiden Brüder sowie ihr Cousin sollen dann eine Vitrine zertrümmert und das riesige Goldstück zu einem Auto geschafft haben. Ein 21-jähriger, mitangeklagter Wachmann soll Hinweise gegeben haben.

Polizisten führen einen der Verdächtigen des Gold-Münzen-Raubes ab.
Polizisten führen einen der Verdächtigen des Gold-Münzen-Raubes ab.  © Paul Zinken/dpa

Titelfoto: DPA

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