Männer sollen 33-Jährigen in Wald gelockt und erschlagen haben

Am Landgericht Erfurt wird am Montagmittag das Urteil im Mordprozess erwartet.
Am Landgericht Erfurt wird am Montagmittag das Urteil im Mordprozess erwartet.  © DPA

Erfurt - Im Prozess um die brutale Tötung eines Mannes im Thüringer Wald wird am Montag gegen 13 Uhr in Erfurt das Urteil erwartet.

Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, ihr 33-jähriges Opfer im Oktober 2015 unter einem Vorwand in ein abgelegenes Waldstück zwischen Gräfenroda und Gehlberg gelockt zu haben.

Dort soll der ältere, ein ehemaliger Lehrer, den Mann erschlagen haben. Beide Beschuldigte flohen nach der Tat nach Chile. Die Staatsanwaltschaft hat für die Angeklagten hohe Haftstrafen verlangt. Bei dem 54-Jährigen aus Südthüringen plädierte sie wegen gemeinschaftlichen Mordes und gemeinschaftlicher Brandstiftung auf lebenslange Haft.

Für den 20 Jahre alten Mitangeklagten forderte die Staatsanwaltschaft neuneinhalb Jahre Gefängnis.

Update 14.56 Uhr: Der 54-jährige Angeklagte muss lebenslang ins Gefängnis. Der mitangeklagte 21-Jährige erhielt am Montag vom Landgericht Erfurt eine Haftstrafe von acht Jahren und sechs Monaten. Die Strafkammer verurteilte die beiden Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes und Brandstiftung.

Sie hatten auch das Auto ihres Opfers, das sie unter einem Vorwand in den Wald lockten, angesteckt. “Sie haben eiskalt einen Mord begangen. Er war wunderbar vorbereitet bis zum Auskundschaften des Orten“, sagte der Vorsitzende Richter Holger Pröbstel.


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