Neue US-Studie: Aspirin soll gegen Demenz helfen

Chicago - Forscher des "Rush University Medical Center" haben jetzt herausgefunden, dass Aspirin das Risiko von Alzheimer senken und den Krankheitsprozess bei Patienten deutlich verlangsamen kann.

Kann schon bald Demenz-Patienten geholfen werden? (Symbolbild)
Kann schon bald Demenz-Patienten geholfen werden? (Symbolbild)  © 123RF/Symbolbild

Seit Jahren forschen Wissenschaftler nach den Ursachen und Heilmethoden von Demenz, die oft als "Volkskrankheit" bezeichnet wird.

Ein besonders großes Rätsel war die Aktivierung der Reinigungszellen im Gehirn. Diese "Putz-Zellen" sind für die Entfernung schädlicher Proteine zuständig.

Wie "Daily Mail" berichtet, bringt eine neue Studie des "Rush University Medical Center" in Chicago nun endlich Licht ins Dunkel: Denn das eigentlich für Kopfschmerzen bekannte Schmerzmittel Aspirin soll vor Demenz schützen.

Aspirin aktiviert einen Stoff namens "PPARA", der das Protein "TFEB" freisetzt. Dieses produziert eine Kette von "Reinigungswirkstoffen", die als Lysosome bezeichnet werden.

Diese Reinigungszellen verlangsamen das Fortschreiten der Demenzkrankheit und mindern gleichzeitig das Risiko daran zu erkranken.

Tierversuche konnten belegen, dass bereits eine geringe Dosis des Schmerzmittels ausreicht, um die giftigen Proteine abzutöten.

Die Studie zeigt, wie Aspirin die Gesundheit des Gehirns beeinflussen kann. Allerdings wurden die Experimente mit Mäusen durchgeführt, sodass noch nicht sicher ist, ob Aspirin zur Behandlung von Alzheimer bei Menschen eingesetzt werden kann.

Titelfoto: 123RF/Symbolbild


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